SPD Gabriel führt Mindestlohn im Wirtschaftsministerium ein

Der Mindestlohn ist seit Jahren eine Kernforderung der Sozialdemokraten. Parteichef Gabriel hat ihn nun in seinem Wirtschaftsministerium eingeführt. Im Sicherheitsdienst, in der Kantine und der Telefonvermittlung hatte der Lohn zuvor unter 8,50 Euro gelegen.
SPD-Chef Gabriel: Mindestlohn in seinem Ministerium

SPD-Chef Gabriel: Mindestlohn in seinem Ministerium

Foto: Michael Kappeler/ dpa

Berlin - Der bundesweite einheitliche Mindestlohn soll ab 2016 gelten, im Bundeswirtschaftsministerium hat Minister Sigmar Gabriel ihn schon jetzt eingeführt. Das berichtet die "Welt" am Freitag. Als eine seiner ersten Amtshandlungen veranlasste der SPD-Chef, allen Mitarbeitern in seinem Haus mindestens einen Stundenlohn von 8,50 Euro zu zahlen. Einige Mitarbeiter hatten zuvor knapp unter 8,50 Euro verdient.

"Alle Mitarbeiter und Dienstleister des BMWi erhalten derzeit ein Entgelt, das bei mindestens 8,50 Euro liegt", teilte das Ministerium mit. "Dazu wurde das Entgelt einiger Mitarbeiter aus den Bereichen Sicherheitsdienst, Kantine sowie Telefonvermittlung rückwirkend zum Januar 2014 angehoben." Wie viele Mitarbeiter von der Regelung betroffen sind, wollte das Ministerium nicht angeben.

Der Mindestlohn ist seit Jahren eine Kernforderung der Sozialdemokraten. Im Koalitionsvertrag konnten sie die Einführung einer allgemein verbindlichen Lohnuntergrenze festschreiben.

Gabriel hatte am Donnerstag noch einmal für den Mindestlohn getrommelt. Er werde zu mehr sozialer Gerechtigkeit führen. "Arbeit und Leistung müssen ihren Wert haben", sagte Gabriel in einer Regierungserklärung zum Jahreswirtschaftsbericht im Bundestag.

ler/dpa
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