Hohenschönhausen Gauck besucht Stasi-Gefängnis in Berlin

Joachim Gauck legte an der Gedenkstätte für Stasi-Opfer in Berlin-Hohenschönhausen einen Kranz nieder. Für einige Berufsschüler wurde die Begegnung mit dem Bundespräsidenten zur Geschichtsstunde der besonderen Art.

Bundespräsident Joachim Gauck: Gedenkt der Stasi-Opfer in Berlin
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Bundespräsident Joachim Gauck: Gedenkt der Stasi-Opfer in Berlin


Berlin - Er verneigte sich am Gedenkstein für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft und legte einen Blumenkranz nieder - erst dann widmete sich Joachim Gauck seinen Gästen. Berufsschüler aus Greifswald und Osnabrück waren zum ehemaligen Stasi-Gefängnis in Berlin-Hohenschönhausen gekommen, um den Bundespräsidenten zu treffen.

"Meine nicht ganz unbegabten Kinder konnten in der DDR alle kein Abitur machen", sagte Gauck zu den Berufsschülern. Dann nahm er sich Zeit, ihnen von persönlichen Erinnerungen an das Leben in der DDR zu erzählen - und ermahnte sie, die Freiheit zu schätzen.

Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten und der Vergangenheit im geteilten Deutschland, die sie nicht mehr selbst erlebt haben, war das Treffen mit Gauck für die etwa 60 angehenden Verwaltungsfachleute aus Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen der Höhepunkt.

Gab es Anfeindungen als Mitbegründer des Neuen Forums? Für Fragen wie diese nimmt der Bundespräsident sich Zeit. Nur einmal gerät der erste Chef der Behörde für die geretteten Stasi-Unterlagen ins Stocken: Als er erzählt, wie seine Kinder bis auf die jüngste Tochter die DDR verließen: "Es war schwierig für sie, ihren eigenen Weg zu gehen."

"Ich möchte Sie nicht wiedersehen als Nichtwähler", ermahnte Gauck die Schüler. Wählen zu gehen sei ein Element der Verantwortung. Er verspreche dann auch, ein ordentlicher Präsident zu sein.

vek/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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Bhur Yham 23.10.2013
1.
"Meine nicht ganz unbegabten Kinder konnten in der DDR alle kein Abitur machen", sagte Gauck zu den Berufsschülern. Dafür durfte aber Herr Gauck offensichtlich ungehindert in den Westen reisen und empfand das auch noch als ganz normal (http://www.welt.de/politik/deutschland/article120524187/Biografie-stellt-Gauck-als-vom-Amt-ueberfordert-dar.html). Insgesamt eher ein Profiteur (http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=9451&lg=de) der DDR, der sich stark zurückhalten sollte.
hfftl 23.10.2013
2. .
"Er verspreche dann auch, ein ordentlicher Präsident zu sein." Und wann gedenkt er damit endlich anzufangen?
Mertrager 23.10.2013
3. Gauck sollte langsam machen
Dieses Thema ist ernst läuft aber nicht weg. Hingegen scheint Hr. Gauck langsam an seine Leistungsgrenzen zu stossen. Anders sind die unakzepzablen Äußerungen bzgl AfD nicht erklärbar. Besonders der Wortlaut zeugt nicht vom präsidialer Qualität. Von Neutralität sowie so nicht.
rambo-1950 24.10.2013
4. @ berns - # 4
Wieviele sind durch die Stasi zu Tode gekommen, ob in DDR-Gefängnissen oder als Maueropfer "zum Abschuss freigegeben"? Wieviele Familien in West und Ost wurden durch die Stasi zerstört? Jeder Tote ist einer zuviel. Nun aber beginnen in der Vergangenheit zu rühren sollten wir besser sein lassen und die Farbe der Socken wechseln.
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