Gauck im Taxi "Sie fahren den neuen Präsidenten, wir ändern die Richtung"

Er begann seine Fahrt mit einem freundlichen älteren Herren - und beendete sie mit dem designierten Bundespräsidenten: Der Berliner Taxifahrer Vadim Belon war Zeuge, wie Joachim Gauck am Telefon von seiner Nominierung erfuhr.

Gauck mit Merkel, Gabriel, Seehofer, Rösler: "Ich bin einverstanden. Ich mache das"
REUTERS

Gauck mit Merkel, Gabriel, Seehofer, Rösler: "Ich bin einverstanden. Ich mache das"


Berlin - Es war der Anruf, der Joachim Gaucks Leben auf einen Schlag veränderte: Der Theologe war gerade in Berlin mit einem Taxi auf dem Weg vom Flughafen Tegel in die Innenstadt, als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) anrief - und ihm mitteilte, dass Union, FDP, Grüne und SPD ihn zum Bundespräsidentenkandidaten ernennen wollen. Mit dabei bei diesem historischen Moment: der Taxifahrer Vadim Belon.

Als Gaucks Handy klingelte, habe er die Musik leiser gedreht, erzählt Belon der "Bild"-Zeitung. "Als Taxifahrer hört man nie so genau hin, was die Leute am Telefon sagen. Aber ich habe trotzdem gehört, wie er sagte: 'Okay, ich bin einverstanden. Ich mache das'", berichtet der 44-Jährige.

Gauck hatte das Taxi am Flughafen Tegel genommen, am Berliner Kaiserdamm sei es dann zu dem Telefonat gekommen. Der 72-Jährige habe danach ganz ruhig die neue Route bestimmt: "Sie fahren jetzt den neuen Bundespräsidenten. Wir müssen die Richtung ändern und direkt zum Bundeskanzleramt fahren."

Bei der Ankunft dort habe das Taxameter bei 23,20 Euro gestoppt. "Herr Gauck hat bar bezahlt und ein gutes Trinkgeld gegeben", erzählt sein Chauffeur. Als Souvenir für diese einmalige Fahrt ließ er sich noch auf seinen Personenbeförderungsschein ein Autogramm geben.

Seine Erlebnisse mit Gauck soll er dann noch einmal im Fernsehen schildern: Belon ist am Dienstagabend zu Gast bei ARD-Talker Thomas Gottschalk.

heb/AFP

insgesamt 83 Beiträge
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quidam2011 21.02.2012
1. Geltungsbedürfnis
Der muss ja ein richtiges Problem haben, noch ist er kein Bundespräsident, dieser Schleimer!
cassandros 21.02.2012
2. Spieglein, Spieglein, an der Wand
Zitat von sysopREUTERSEr begann seine Fahrt mit einem freundlichen älteren Herren - und beendete sie mit dem designierten Bundespräsidenten: Der Berliner Taxifahrer Vadim Belon war Zeuge, wie Joachim Gauck am Telefon von seiner Nominierung erfuhr. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,816696,00.html
Ganz schön aufgeblasen, wenn Sie mich fragen. Zu dem Zeitpunkt war von einer Nominierung als Kandidat die Rede. Aber das ist wohl die "Demut" und die "Bescheidenheit" des durchschnittlichen Geistlichen. *Hochmut kommt vor dem Fall, Herr Nochnichtpräsident! Noch sind Sie nicht gewählt! * Der neue Udo Jürgens der Politik. Da können wir uns ja auf etwas gefasst machen. Schlage vor, im Schloßhotel Schöne Aussicht vorsorglich alle Spiegel abzuhängen. Sonst kommt der Nochnichtpräsident dereinst zu jeder Pressekonferenz eine Stunde zu spät.
mouseware 21.02.2012
3. Ohoh...
Zitat von sysopREUTERSEr begann seine Fahrt mit einem freundlichen älteren Herren - und beendete sie mit dem designierten Bundespräsidenten: Der Berliner Taxifahrer Vadim Belon war Zeuge, wie Joachim Gauck am Telefon von seiner Nominierung erfuhr. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,816696,00.html
"Bar bezahlt"...die Wurzel allen Übels. Wo hatte er das Geld her, wer hat es ihm zugesteckt und was dafür bekommen? Der Spiegel sollte investigativ übernehmen...mindestens die BILD aber kritische Fragen stellen...
Emmi 21.02.2012
4. Dieser Taxifahrer....
Zitat von sysopREUTERSEr begann seine Fahrt mit einem freundlichen älteren Herren - und beendete sie mit dem designierten Bundespräsidenten: Der Berliner Taxifahrer Vadim Belon war Zeuge, wie Joachim Gauck am Telefon von seiner Nominierung erfuhr. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,816696,00.html
Kann mal jemand die Taxinummer von dem Typen bekannt machen, damit man weiß, wo man NICHT einsteigen sollte, wenn man nicht will, dass der Inhalt von im Taxi geführten Gesprächen nachher in der Zeitung steht!?
Zirias 21.02.2012
5.
Zitat von cassandrosGanz schön aufgeblasen, wenn Sie mich fragen. Zu dem Zeitpunkt war von einer Nominierung als Kandidat die Rede. Aber das ist wohl die "Demut" und die "Bescheidenheit" des durchschnittlichen Geistlichen. *Hochmut kommt vor dem Fall, Herr Nochnichtpräsident! Noch sind Sie nicht gewählt! * Der neue Udo Jürgens der Politik. Da können wir uns ja auf etwas gefasst machen. Schlage vor, im Schloßhotel Schöne Aussicht vorsorglich alle Spiegel abzuhängen. Sonst kommt der Nochnichtpräsident dereinst zu jeder Pressekonferenz eine Stunde zu spät.
Genau, die Linke wird jetzt nämlich einen aus dem Hut zaubern, der einfach niemals abzulehnen ist! (die schlagen Guttenberg vor, aber psst)
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