Geheim-Aktion CIA soll weiterhin Terrorverdächtige durch Deutschland transportieren

Geheime CIA-Flüge mit gefangenen Terrorverdächtigen an Bord finden angeblich weiterhin statt. Laut einem Zeitungsbericht landen nach wie vor Flugzeuge in Deutschland zwischen.

Hamburg - "Die CIA-Flugzeuge sind in verschiedenen europäischen Ländern zwischengelandet - unter anderem in Deutschland. Daran hat sich nichts geändert", sagte ein hochrangiger amerikanischer Geheimdienst-Mitarbeiter dem "Handelsblatt". In der Bundesrepublik sei insbesondere die US Air Base im rheinland-pfälzischen Ramstein betroffen.

Die jeweiligen Regierungen seien von amerikanischer Seite allerdings nicht informiert worden, betonte der Geheimdienstmann. Beim CIA-Personal herrsche große Frustration, weil die Flüge nicht ausreichend abgeschirmt worden seien. "Das Ganze ist eine große Peinlichkeit", fügte er hinzu.

Die CIA benutze für ihre Anti-Terror-Operationen eine Reihe von Tarnfirmen, die regulär bei der Bundesbehörde Federal Aviation Administration registriert seien. Viele dieser Unternehmen gehörten der CIA oder würden von ihr kontrolliert. Als Beispiele nannte der Geheimdienstmann die Firmen Aero Contractors in Smithfield (North Carolina), Pegasus Technologies und Tepper Aviation (beide Florida).

Die US-Administration wollte die Berichte über die geheimen CIA-Flüge nicht kommentieren. "Es wird jedoch bald eine Stellungnahme dazu geben", sagte ein hochrangiger Regierungsbeamter der Zeitung. Er räumte ein, dass in Washington eine Reihe besorgter Anfragen von verschiedenen Regierungen eingegangen seien.