Geheimpapier Eurofighter wird angeblich noch teurer

Das Kampfflugzeug Eurofighter wird offenbar noch um einige Milliarden teurer als erwartet. Außerdem verzögert sich laut einem Bericht des Bundesrechnungshofes die Entwicklung um weitere zwei Jahre.


Eurofighter im Test
REUTERS

Eurofighter im Test

Berlin - Die "Stuttgarter Zeitung" meldet unter Berufung auf einen Geheimbericht des Bundesrechnungshofs, die derzeit absehbaren Kosten überträfen die Planungen um fast elf Milliarden Mark. Die Behörde rate dem Verteidigungsministerium deshalb, den Kauf der letzten 40 von 180 Flugzeugen zu verschieben. In ihrem Bericht hätten die Rechnungsprüfer zudem bemängelt, dass sich die Entwicklung des Eurofighter erneut um zwei Jahre verzögern und damit nun erst 2004 abgeschlossen sein werde.

Das Verteidigungsministerium nahm am Donnerstagabend keine Stellung zu dem Bericht. Der "Stuttgarter Zeitung" zufolge beziffert der Rechnungshof die Finanzlücke allein für die Entwicklung des Kampfflugzeugs auf fast drei Milliarden Mark. Im laufenden Etat seien knapp 8,6 Milliarden Mark eingeplant, absehbar seien aber etwa 11,4 Milliarden Mark. Insgesamt sei das Urteil des Bundesrechnungshofes über das gesamte Projekt vernichtend, hieß es.

Der Eurofighter wird gemeinsam vom deutsch-französisch-spanischen Konsortium EADS, der britischen BAE Systems und der italienischen Finmeccanica-Tochter Alenia gebaut. Das Flugzeug soll den Tornado ersetzen.



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