Republik 21 Gehört Fridays for Future auf die Straße – oder in den Bundestag?

Einige prominente Köpfe von Fridays for Future kandidieren für den Bundestag, andere halten den Protest auf der Straße für wirkungsvoller. Was hilft der Klimaschutzbewegung mehr? Antworten hören Sie im Stimmenfang.
Ein Podcast von Marius Mestermann

Zu Spitzenzeiten brachte Fridays for Future Hunderttausende Menschen zusammen, die gemeinsam für mehr Klimaschutz demonstrierten. Dann kam die Coronapandemie und damit eine Zwangspause für Großveranstaltungen. Nun soll es wieder jeden Freitag Proteste geben – die Klimaschutzbewegung will in die heiße Phase des Wahlkampfs eingreifen, um die Parteien zu schärferen Klimazielen zu drängen. Stimmenfang-Host Marius Mestermann hat das Comeback auf der Straße in Berlin beobachtet und mit Teilnehmenden gesprochen.

Manche prominenten Aktivistinnen und Aktivisten gehen jedoch einen anderen Weg: Sie wollen selbst in den Bundestag. Im Stimmenfang-Podcast erklären Maximilian Reimers (Linke) und Annka Esser (Grüne), warum sie sich um ein Mandat bewerben. Beide vereint eine persönliche Verbindung zu Jakob Blasel, der jüngst beim Parteitag der Grünen mit der Forderung nach einem höheren CO2-Preis scheiterte. Und sie träumen von derselben Koalition nach der Wahl, nämlich einem Bündnis von Grünen, SPD und Linken.

Bei Fridays for Future sind von diesem Weg ins Parlament aber nicht alle überzeugt. Die Aktivistinnen Carla Reemtsma und Leonie Bremer schildern, warum sie den Protest auf der Straße für wirkungsvoller halten. Sie gehen mit den Parteien hart ins Gericht, daran ändert auch das nachgeschärfte Klimaschutzgesetz der Bundesregierung nichts. Selbst die Grünen bleiben beim Klimaschutz hinter den radikalen Forderungen der Fridays-Bewegung zurück.

Die Klimaaktivistinnen und -aktivisten fordern eine Politik, die verhindert, dass sich die Erde um mehr als 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erwärmt. Sie stützen sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse und das Pariser Klimaabkommen. Doch gerade im Wahlkampf befürchten die Parteien, mit einer weitreichenden Klimapolitik die Bürgerinnen und Bürger zu verschrecken .

Neugierig geworden? Dann hören Sie hier den neuen Stimmenfang-Podcast:

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