Georgien BND-Agent verursachte tödlichen Unfall

Ein deutscher Agent in Georgien bereitet dem Bundesnachrichtendienst Probleme. Der Mann hatte nach SPIEGEL-Informationen offenbar stark angetrunken einen schweren Unfall verursacht. Nach zähen diplomatischen Verhandlungen kehrt er nun nach Deutschland zurück.

BND-Zentrale im bayerischen Pullach: Der Tiflis-Resident muss zurückkehren
DDP

BND-Zentrale im bayerischen Pullach: Der Tiflis-Resident muss zurückkehren


Hamburg - Ein tödlicher Zwischenfall in Georgien hat den Bundesnachrichtendienst (BND) in Erklärungsnöte gebracht. Der deutsche Resident des Geheimdienstes, Andreas D., hatte im November vergangenen Jahres in Tiflis nach einem Zechgelage eine georgische Straßenkehrerin angefahren; die Frau erlag später ihren Verletzungen. Anstatt auf die Polizei zu warten, floh der offenbar stark angetrunkene Geheimdienstmann in seinem Mercedes-Geländewagen.

Allerdings hatten Überwachungskameras das Geschehen aufgezeichnet, so dass die georgischen Behörden alsbald herausfanden, welcher Mitarbeiter der deutschen Botschaft in den tödlichen Unfall verwickelt war.

Als Ergebnis intensiver diplomatischer Verhandlungen musste der BND seinen Residenten abziehen; die georgischen Behörden verzichteten ihrerseits auf weitere Konsequenzen. Der Nachrichtendienstler muss nun mit einer Anklage in Deutschland und dienstrechtlichen Konsequenzen rechnen.

ler

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