Hetze und Gewalt gegen Flüchtlinge Orte der Schande

Reichertshofen, Lübeck, Freital - Flüchtlinge sind in Deutschland Brandanschlägen und Drohungen ausgesetzt. Die interaktive Karte zeigt, wo es in diesem Jahr zu Übergriffen kam.
Sperrzone in Remchingen (Archivbild): Brandanschläge auf Asylbewerberunterkünfte

Sperrzone in Remchingen (Archivbild): Brandanschläge auf Asylbewerberunterkünfte

Foto: Uli Deck/ dpa

Sie zündelten im sächsischen Meißen und im Limburgerhof in Rheinland-Pfalz; im niederrheinischen Moers schmierten Unbekannte Hassparolen an eine neue Flüchtlingsunterkunft, im hessischen Mengerskirchen beschmutzen sie eine geplante Unterkunft mit Schweinsköpfen und Innereien.

Beim jüngsten Fall im sachsen-anhaltinischen Halberstadt wurden sogar Helfer attackiert. Jugendliche warfen vor einem Asylbewerberheim Steine auf Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes. Die Polizei konnte sie fassen - doch oftmals bleiben die Täter unerkannt.

Dies sind sechs Vorfälle aus den vergangenen Wochen. Sie zeigen: Flüchtlinge sind nicht überall in Deutschland willkommen. Dabei steigt die Zahl der Menschen in Not angesichts der Kriege und Krisen in der Welt. Für dieses Jahr rechnet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit mindestens 300.000 Asylanträgen.

Schon im vergangenen Jahr nahmen die rassistischen Angriffe auf deutsche Asylbewerberheime stark zu. Wie der "Tagesspiegel" berichtete, zählten die Behörden im vorigen Jahr 150 solcher Attacken, dreimal mehr als 2013. Allein im vergangenen Quartal waren es 67 Taten. Die Eskalation der vergangenen Monate lässt für das laufende Jahr sogar noch höhere Zahlen befürchten.

Sehen Sie hier die Übergriffe in einer interaktiven Grafik - klicken Sie auf die Punkte, um sich die einzelnen Fälle anzusehen:


heb/vek; Grafik: Chris Kurt
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