Glos über Schröder "Unterste Schublade des Populismus"

Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Michael Glos, hat scharfe Kritik an Gerhard Schröder geübt. Der Grund: Der Bundeskanzler hatte dem Fraktionschef der Union, Friedrich Merz, Nähe zum österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider vorgeworfen.


Michael Glos
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Michael Glos

Berlin - "Bundeskanzler Schröder ist sich offensichtlich nicht zu schade, in die unterste Schublade des politischen Populismus zu greifen", erklärte Glos am Montag in Berlin. Schröder wolle augenscheinlich "von der eigenen verfahrenen Europapolitik gegenüber unseren österreichischen Nachbarn ablenken".

Schröder hatte am Wochenende die politische Isolierung Österreichs innerhalb der EU wegen der Regierungsbeteiligung der FPÖ als richtig bezeichnet. Den Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion Friedrich Merz rückte er wegen seiner Kritik daran politisch in die Nähe des umstrittenen österreichischen Politikers Jörg Haider. Es sei "eine Entgleisung", dass Schröder versuche, Merz in die "rechtspopulistische Ecke zu stellen", kritisierte Glos.



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