Goebbels-Vergleich SPD empört sich über Schäuble

Goebbels-Vergleiche kann sich die CDU offenbar nicht verkneifen. Schon Altkanzler Kohl trat einmal ins Fettnäpfchen, als er seinen späteren Freund Michail Gorbatschow mit Hitlers Propagandaminister verglich. Jetzt ist es Wolfgang Schäuble, der bei der SPD Entsetzen auslöst.


Wolfgang Schäuble
REUTERS

Wolfgang Schäuble

Berlin - Mit Empörung haben die Sozialdemokraten auf den Goebbels-Vergleich des früheren CDU-Vorsitzenden Wolfgang Schäuble reagiert. Schäuble habe es gerade nötig, "andere der Dreckschleuderei zu bezichtigen", erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Wilhelm Schmidt, am Donnerstag in Berlin. Wer mit dem Finger auf andere zeige, auf den wiesen drei zurück.

Schäuble hatte im Zusammenhang mit der Vorladung von Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber vor den Spenden-Untersuchungsausschuss im Fernsehsender XXP erklärt, diese Inszenierung geschehe nur, "damit die Medien ihre Schau haben, um unbelastete Leute zu verleumden". Der CDU-Politiker hatte hinzugefügt: "Ich kenne das noch von Goebbels. Der sagte: Wenn man genügend Dreck wirft, bleibt immer etwas hängen."



© SPIEGEL ONLINE 2002
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.