Verfassungsschutz Kubitscheks Denkfabrik als »rechtsextreme Gruppierung« eingestuft

Götz Kubitschek ist ein Vertrauter des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke. Der Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt attestiert seinem Thinktank einem Medienbericht zufolge nun »rassistische und biologistische Sichtweisen«.
Die rechtsradikale Denkfabrik von Götz Kubitschek ist als »rechtsextreme Gruppierung« eingestuft worden

Die rechtsradikale Denkfabrik von Götz Kubitschek ist als »rechtsextreme Gruppierung« eingestuft worden

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Frank Rumpenhorst / picture alliance / dpa

Es gilt als rechtsradikale Denkfabrik des neurechten Verlegers Götz Kubitschek: Das »Institut für Staatspolitik« (IfS) in Schnellroda ist vom Landesamt für Verfassungsschutz als »gesichert rechtsextreme Gruppierung« eingestuft worden. Ein entsprechender Bericht der »Mitteldeutschen Zeitung«  unter Berufung auf den bisher unveröffentlichten Verfassungsschutzbericht des Jahres 2020 wurde dem SPIEGEL aus Kreisen bestätigt.

Wie die »Mitteldeutsche Zeitung« berichtet, attestiert der Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt dem IfS »rassistische und biologistische Sichtweisen«. Es richte sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung.

Es ist nicht das erste Mal, dass das IfS ins Visier des Verfassungsschutzes gerät. Bereits 2020 wurde Kubitscheks Denkfabrik als »Verdachtsfall« eingestuft, auch da war schon von Anhaltspunkten »für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung« die Rede. Hintergrund der Beobachtung war nach SPIEGEL-Informationen damals, dass das Institut Verbindungen zum völkischen »Flügel« der AfD sowie weiteren Rechtsextremisten unterhält. Kubitschek ist ein Vertrauter von Björn Höcke.

Das IfS existiert seit 20 Jahren. Es gilt als wichtige Denkfabrik der Neuen Rechten und ist beheimatet auf einem Rittergut im sachsen-anhaltischen Schnellroda, wo auch Kubitschek und seine Familie wohnen. Neben dem IfS sind dort die Zeitschrift »Sezession« und Kubitscheks Verlag Antaios untergebracht.

hba
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