Goppel kritisiert Hirsch Sonderermittler arbeitet unseriös


Berlin - CSU-Generalsekretär Thomas Goppel hat die Arbeit des Sonderermittlers Burkhard Hirsch (FDP) nach dem Aktenfund erneut grundsätzlich in Frage gestellt. Das sei ein Hinweis auf seine unseriöse Arbeitsweise, betonte er am Montag im ZDF-Morgenmagazin. Offensichtlich habe Hirsch nicht intensiv genug nachgefragt. Er sei überzeugt, dass noch genügend Mitarbeiter aus der Regierungszeit von Altkanzler Helmut Kohl im Kanzleramt zur Beantwortung dieser Frage zur Verfügung gestanden hätten.

Hirsch hatte in seinem Bericht festgestellt, dass kurz vor dem Regierungswechsel 1998 zwei Drittel der Computerdaten im Kanzleramt zentral und heimlich gelöscht wurden sowie wichtige Akten verschwunden waren. Dass Akten an Stiftungen weitergegeben würden, sei ein ganz normaler Vorgang, betonte Goppel. Allerdings ärgere er sich auch darüber, dass jemand im Konrad-Adenauer-Haus geschlafen und nicht früher auf die Existenz der Akten hingewiesen habe.



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