Segelschulschiff "Gorch Fock" soll bis 2020 fertig gebaut werden

Nach ersten Tests soll das Segelschulschiff "Gorch Fock" bis Sommer 2020 wieder hochseetauglich sein. Verteidigungsministerin von der Leyen will die Kosten bei 135 Millionen Euro deckeln.

Das Marine-Segelschulschiff "Gorch Fock" wird aus einem Dock der Bredo-Werft ausgedockt
Mohssen Assanimoghaddam/ DPA

Das Marine-Segelschulschiff "Gorch Fock" wird aus einem Dock der Bredo-Werft ausgedockt


Trotz der deutlich höheren Kosten will Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Sanierung des Segelschulschiffs "Gorch Fock" fortsetzen lassen. Sie wies an, dass die Arbeiten weitergehen sollen und das Ministerium vorgelegte Rechnungen wieder bezahlt. Das Ministerium wird die Baufortschritte eng begleiten, hieß es aus dem Wehrressort, damit es zu keinen weiteren Pannen kommt.

Die Arbeiten an der "Gorch Fock" hatten 2016 mit einem geschätzten Kostenrahmen von 10 Millionen Euro begonnen, diese Schätzungen stellten sich aber schnell als unrealistisch heraus. Statt zehn Millionen Euro sind mehr als 70 Millionen Euro ausgegeben worden. Von der Leyen legte nun fest, dass der angepeilte Kostenrahmen von 135 Millionen Euro nicht überschritten werden darf.

Mittlerweile ist man im Ministerium optimistisch, dass die Elsflether Werft den Auftrag stemmen kann. Der sanierte Rumpf des Schiffes war am Freitag nach drei Jahren Bauzeit ins Wasser gelassen worden. Bundeswehr-Experten hatten die Schwimmfähigkeit getestet. Parallel legte die Elsflether Werft einen Plan vor, wie die Arbeiten in den kommenden Monaten weitergehen sollen, wann die Masten wieder eingesetzt und die Innenausbauten begonnen werden sollen.

Geht alles nach Plan, soll die "Gorch Fock" im Sommer 2020 wieder hochseetauglich sein, dann soll auch die Ausbildung auf dem Schiff wieder beginnen.

Die Elsflether Werft ist seit Februar insolvent. Dort hatte die frühere Werftleitung Geld von der Marine in dubiose Nebengeschäfte gesteckt. Die Staatsanwaltschaft untersucht das Geschäftsgebaren der zwei Ex-Vorstände.

mgb/mfh/dpa



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