Reparaturen an Marineschulschiff "Gorch Fock" wieder auf dem Trockenen

Bis 2020 soll die "Gorch Fock" wieder hochseetauglich sein. Nun wurde sie jedoch erst einmal wieder aus dem Wasser geholt - in den kommenden Wochen sollen weitere Reparaturen und ein frischer Anstrich erfolgen.

Marineschulschiff "Gorch Fock" in der Fassmer Werft an der Weser
Jörg Sarbach/DPA

Marineschulschiff "Gorch Fock" in der Fassmer Werft an der Weser


Die Instandsetzung des Bundeswehrschulschiffs "Gorch Fock" ist seit Jahren von Pannen geprägt, 2020 aber soll es endlich wieder fahren. Nun wurde es aber erst einmal wieder aus dem Wasser geholt.

Der Traditionssegler wurde bei der Fassmer-Werft im niedersächsischen Berne aufs Trockene gelegt, dort soll er zunächst einen weißen Anstrich bekommen. Er wurde aus der Weser auf eine Art Hebebühne geschoben, die ihn in einer zweistündigen Prozedur aus dem Wasser beförderte.

Die "Gorch Fock" werde nun erst gereinigt und dann gestrichen, sagte eine Sprecherin der Fassmer-Werft. Danach ist die Verlegung von Kabeln und Rohren geplant.

Die für die Sanierung zuständige Elsflether-Werft ist insolvent und steht zum Verkauf. Das Unternehmen hat die Fassmer-Halle für die Sanierung für 100 Tage gemietet. Wo anschließend die Masten des Schiffs gestellt werden, stehe noch nicht fest.

Das halbfertige Schiff war Ende Juni von Bremerhaven in Richtung Berne geschleppt worden. Zuvor hatte die "Gorch Fock" dreieinhalb Jahre flussabwärts in Bremerhaven im Dock gelegen.

Im Herbst 2020 soll die 61 Jahre alte Dreimastbark wieder segeln können. Das Bundesverteidigungsministerium hatte beschlossen, die Sanierung trotz der stark gestiegenen Kosten zu vollenden. Die Kosten sollen 135 Millionen Euro nicht mehr übersteigen. Auf dem Schiff bildet die Marine ihre Offiziersanwärter aus, Heimathafen ist Kiel.

asc/dpa



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