Witwe von Herbert Wehner Greta Wehner mit 93 Jahren gestorben

Sie war die letzte Frau des langjährigen SPD-Politikers Herbert Wehner. Nun ist Greta Wehner in Dresden verstorben. Die Stiftungsgründerin war vor ihrer Eheschließung mit Wehner dessen Stieftochter.
Greta Wehner

Greta Wehner

Foto: imago/ Dieter Bauer

Greta Wehner, die Witwe des SPD-Politikers Herbert Wehner, ist tot. Sie sei am 23. Dezember nach einem kurzen Klinikaufenthalt mit 93 Jahren in Dresden gestorben. Das teilte die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung auf ihrer Internetseite mit.

Greta Wehner, die 1947 der SPD beitrat, war Stieftochter von Herbert Wehner (1906-1990) und heiratete ihn später. Nach seinem Tod lebte sie seit 1996 in Dresden. In der Heimatstadt ihres Mannes gründete sie 2003 die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung, die demokratische und politische Bildung in Sachsen unterstützt.

Herbert Wehner war in der zweiten Hälfe des 20. Jahrhunderts einer der großen Politiker der deutschen Nachkriegsdemokratie - zwischen 1969 bis 1983 übernahm er den Vorsitz der SPD-Bundestagsfraktion und galt lange als heimlicher Chef der Partei (ein Porträt über Herbert Wehner lesen Sie hier).

"Greta Wehner hat ein langes, mühevolles und erfülltes Leben gehabt. Sie war eine in besonderem Maße verantwortlich denkende und handelnde überzeugte demokratische Staatsbürgerin", teilte der Stiftungsvorsitzende Christoph Meyer mit.

Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz schrieb am Abend auf Twitter: "Mit ihr verlieren wir eine lebenslang engagierte Sozialdemokratin, eine überzeugte und überzeugende Demokratin und eine Vorkämpferin für die politische Bildung."

mho/dpa
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