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07. Februar 2018, 12:24 Uhr

SPD

Schulz soll Außenminister werden - und Parteivorsitz an Nahles abgeben

Martin Schulz will nach einem positiven Mitgliedervotum zur Großen Koalition Außenminister werden und den SPD-Vorsitz abgeben. Den Posten des Vizekanzlers strebt er nach SPIEGEL-Informationen nicht an.

Kurz nach der Bundestagswahl hatte er noch kategorisch ausgeschlossen, in ein Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einzutreten. Jetzt kommt es offenbar anders: Martin Schulz will nach SPIEGEL-Informationen in der neuen Großen Koalition Außenminister werden.

Zuvor hatten dies auch die "Bild"-Zeitung und die Deutsche Presse-Agentur gemeldet. Die Sozialdemokraten sollen insgesamt sechs Ministerien bekommen. Darunter sind die prestigeträchtigen Ressorts Außen und Finanzen sowie Arbeit/Soziales.

Nach einer Absegnung des Koalitionsvertrages durch ein Mitgliedervotum will Schulz dann nach SPIEGEL-Informationen den SPD-Vorsitz abgeben. Seine Nachfolgerin soll die bisherige Fraktionschefin Andrea Nahles werden. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet.

Der künftige SPD-Finanzminister soll dann auch Vizekanzler sein. Auch auf diesen inoffiziellen Posten verzichtet Schulz also offenbar.

Nach gut 24 Stunden dauernden Gesprächen hatten Union und SPD bei ihren Koalitionsverhandlungen am Mittwochmorgen einen Durchbruch geschafft. Die Unterhändler einigten sich auch auf die Verteilung der Ministerien.

Im Video: "Die CDU ist nicht gut weggekommen"

Nun liegt es in den Händen der SPD-Mitglieder, ob eine neue Große Koalition unter Führung von Merkel zustande kommt. Das Ergebnis des Mitgliedervotums könnte bereits am Wochenende 3./4. März bekannt gegeben werden.

als/vme/cte/dpa

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