Großrazzia 200 Polizisten durchsuchen Wohnungen von Rechtsextremisten

Die Polizei ist mit einer Großrazzia in Thüringen, Bayern und Sachsen gegen Rechtsextremisten vorgegangen. Mehrere Verdächtige der Szene sollen sich illegal Sprengstoff beschafft haben - die Sicherheitskräfte stellten Computer sicher, auf denen sie Anleitungen zum Bau von Sprengkörpern vermuten.


Saalfeld - In Thüringen, Sachsen und Bayern hat die Polizei am Mittwoch Wohnungen von Rechtsextremen und Treffpunkte der rechtsextremen Szene durchsucht. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren gegen mehrere Verdächtige der rechtsextremistischen Thüringer Szene, wie die Polizei in Saalfeld mitteilte. Ihnen wird vorgeworfen, sich unerlaubt Sprengstoff beschafft zu haben.

Die Polizei durchsuchte insgesamt 16 Objekte im Raum Saalfeld, Jena, Gotha und Suhl sowie im Bereich der Polizeidirektion Süd-West-Sachsen und der Polizeipräsidien Mittel- und Oberfranken in Bayern. Mehrere Computer, Mobiltelefone, Festplatten und CDs wurden beschlagnahmt. Auf ihnen vermuten die Ermittler Anleitungen zum Bau von Sprengkörpern vermuten.

Das Material sollte nun ausgewertet werden. Sprengstoffverdächtige Gegenstände oder Materialien wurden nach Polizeiangaben nicht aufgefunden. An den Durchsuchungen waren knapp 200 Polizisten aus Thüringen, Sachsen und Bayern beteiligt.

hen/AFP/dpa-AFX



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