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26. August 2019, 08:13 Uhr

Grünenfraktionschefin

Göring-Eckardt offen für Linksbündnis auf Bundesebene

Auf Landesebene regieren SPD, Grüne und Linke in mehreren Bundesländern zusammen. Grünenfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt könnte sich das auch auf Bundesebene vorstellen - und ist damit nicht allein.

Seit wenigen Wochen gibt es in Bremen die erste rot-grün-rote Koalition in einem westdeutschen Bundesland. Auch in Berlin und Thüringen regieren SPD, Linke und Grüne gemeinsam. Nun könnten sich die drei Parteien auch auf Bundesebene annähern. Grünenfraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt hat sich dazu positiv geäußert.

"In meinem Heimatland Thüringen ist dieses Bündnis sehr erfolgreich", sagte die Bundestagsabgeordnete der "Passauer Neuen Presse". Für den Bund sei das Entscheidende, eine "beherzte, klare und große Antwort auf die Klimakrise" zu geben. "Dafür stehen wir und dafür stehen wir auch bereit."

Zugleich sagte Göring-Eckardt, von "Spekulationen" über Bündnisse halte sie wenig. "Bündnisse werden auch nicht gewählt, sondern Parteien, die für etwas stehen."

Fürsprecher auch aus der SPD

Dabei schien ein Linksbündnis auf Bundesebene lange undenkbar. Zuletzt näherten sich SPD, Grüne und Linke jedoch wieder an. So haben sich bereits mehrere Vertreter der Sozialdemokraten in den vergangenen Wochen ebenfalls offen für eine Zusammenarbeit mit Linken und Grünen auf Bundesebene gezeigt.

Die kommissarische SPD-Vorsitzende Malu Dreyer sagte vor wenigen Wochen, die SPD brauche Mehrheiten jenseits der CDU. Ähnlich hatte sich SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil geäußert. Am kommenden Wochenende finden zunächst jedoch erst mal die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg statt.

asc/AFP

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