Grünenfraktionschefin Göring-Eckardt offen für Linksbündnis auf Bundesebene

Auf Landesebene regieren SPD, Grüne und Linke in mehreren Bundesländern zusammen. Grünenfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt könnte sich das auch auf Bundesebene vorstellen - und ist damit nicht allein.

Katrin Göring-Eckardt: Entscheidend sei eine "beherzte, klare und große Antwort auf die Klimakrise"
Kay Nietfeld/DPA

Katrin Göring-Eckardt: Entscheidend sei eine "beherzte, klare und große Antwort auf die Klimakrise"


Seit wenigen Wochen gibt es in Bremen die erste rot-grün-rote Koalition in einem westdeutschen Bundesland. Auch in Berlin und Thüringen regieren SPD, Linke und Grüne gemeinsam. Nun könnten sich die drei Parteien auch auf Bundesebene annähern. Grünenfraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt hat sich dazu positiv geäußert.

"In meinem Heimatland Thüringen ist dieses Bündnis sehr erfolgreich", sagte die Bundestagsabgeordnete der "Passauer Neuen Presse". Für den Bund sei das Entscheidende, eine "beherzte, klare und große Antwort auf die Klimakrise" zu geben. "Dafür stehen wir und dafür stehen wir auch bereit."

Zugleich sagte Göring-Eckardt, von "Spekulationen" über Bündnisse halte sie wenig. "Bündnisse werden auch nicht gewählt, sondern Parteien, die für etwas stehen."

Fürsprecher auch aus der SPD

Dabei schien ein Linksbündnis auf Bundesebene lange undenkbar. Zuletzt näherten sich SPD, Grüne und Linke jedoch wieder an. So haben sich bereits mehrere Vertreter der Sozialdemokraten in den vergangenen Wochen ebenfalls offen für eine Zusammenarbeit mit Linken und Grünen auf Bundesebene gezeigt.

Die kommissarische SPD-Vorsitzende Malu Dreyer sagte vor wenigen Wochen, die SPD brauche Mehrheiten jenseits der CDU. Ähnlich hatte sich SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil geäußert. Am kommenden Wochenende finden zunächst jedoch erst mal die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg statt.



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asc/AFP

insgesamt 53 Beiträge
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Seite 1
drent 26.08.2019
1. Wenn Regierungsposten winken,
lieben die Grünen auch die Linken.
quidquidagis1 26.08.2019
2. Das alles ..
...kommt 15Jahre zu spät.Aber lieber spät als nie!
friedrich_eckard 26.08.2019
3.
Langsam müssten die vereinigten DerFeindstehtlinkser aber schlaflose Nächte bekommen - Herrschaft, was ist denn da los? Erst Scholz, jetzt Frau KGE, die bisher durch besonderen Linksdrall auch nicht aufgefallen ist, und der man, anders als vielleicht Scholz, auch kein Schielen auf innerparteiliche Wahlen unterstellen kann... ferne sei es von mir, diese Erkenntnisprozesse, so es denn welche sind, mit Häme zu kommentieren. Jeder Mensch hat zu jeder Zeit ein Grundrecht darauf, klüger zu werden, und wenn aus Mitte-links etwas werden soll, dann sollten möglichst viele eher "zentristische" Mitglieder von GRÜNEN und SPD mitgenommen werden - dass einige... sagen wir: wirtschaftsnahe Kreise dieser beiden Parteien abbröckeln werden wird sich sehr wahrscheinlich ohnehin nicht vermeiden lassen. Wenn sich jetzt allerdings auch noch Kahrs für Mitte-links starkmacht werde ich beginnen, an meinem politischen Urteilsvermögen zu zweifeln...
didih432 26.08.2019
4.
ein bißchen arg platt - oder? Seit wann soll sich irgendwer >freuen< über brutale Kriminalität?! Oder könnte es sein, dass Ihnen dieser und andere ähnliche Vorfälle geradezu >willkommen< sind für 's GRÜNEN-Bashing? Das Land hat sich verändert, ja. Und man muss sich auch bei der Inneren Sicherheit angemessen darauf einstellen, ja! Aber dazu braucht man ALLE Parteien (außer Alternative-fuck-Demokratie). Die Sache taugt nicht für parteipol. Spielchen.
linksdemokrat 26.08.2019
5. Gewäsch!
"1. Wenn Regierungsposten winken, lieben die Grünen auch die Linken." drent Und jetzt? In Sachsen liebt CDU ja auch die AfD! Und den beiden geht es ebenfalls nur um Regierungsposten. Die AfD klagt ja sogar wenn sie einen nicht bekommt. Wo soll jetzt da der moralische Vorsprung sein? Oder geht es nur drum, wie es scheint, die Grünen runter zu ziehen?
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