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Weltkriegsmunition in Nord- und Ostsee Grüne und FDP plädieren für Bergungsprogramm des Bundes

Gigantische Mengen Weltkriegsmunition verrotten in Nord- und Ostsee. Grüne und FDP warnen im SPIEGEL vor verheerenden Folgen für Mensch und Umwelt.
aus DER SPIEGEL 53/2020
Taucher in der Ostsee untersucht versenkten Kampfstoff (Foto von 2017)

Taucher in der Ostsee untersucht versenkten Kampfstoff (Foto von 2017)

Foto: Jana Ulrich / dpa

Grüne und FDP wollen Altmunition aus dem Meer bergen und umweltverträglich vernichten lassen. Die Bundestagsfraktionen beider Parteien werden dazu einen gemeinsamen Antrag stellen.

Auf dem Boden der deutschen Nord- und Ostsee liegen demnach schätzungsweise 1,6 Millionen Tonnen Weltkriegsmunition, darunter 5090 Tonnen Chemiewaffen. Deren Zustand verschlechtere sich durch Korrosion und den Einfluss der Gezeiten. Dadurch werde die Bergung immer teurer und gefährlicher.

DER SPIEGEL 53/2020

Ein historisches Jahr

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»Munition im Meer ist ein seit Jahrzehnten von der Bundesregierung ignoriertes Umwelt- und Sicherheitsproblem«, sagt Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünenfraktion. Der Bund solle die vollständige Bergung bezahlen.

Der FDP-Abgeordnete Olaf in der Beek sagt: »Wenn wir nicht zügig die Forschung und anschließende Bergung der Munition vorantreiben, drohen uns verheerende Auswirkungen für Mensch und Umwelt.«

lyr
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