Doppelspitze mit Özdemir Grüne wählen Simone Peter zur neuen Chefin

Die Grünen haben eine neue Vorsitzende. Der Parteitag in Berlin hat die frühere saarländische Umweltministerin Simone Peter mit 75,9 Prozent der Stimmen gewählt. Ihr Co-Chef ist Cem Özdemir - er erzielte ein deutlich schlechteres Ergebnis als im Vorjahr.

DPA

Berlin - Die Saarländerin Simone Peter ist neue Vorsitzende der Grünen. Die 47-Jährige wurde am Samstag auf dem Grünen-Parteitag in Berlin ohne Gegenkandidatin mit 76 Prozent der Stimmen gewählt. 564 der 743 Delegierten stimmten für Peter, 82 gegen sie, 97 enthielten sich.

Der zweite Posten in der Doppelspitze wird besetzt wie bisher: Cem Özdemir wurde mit enttäuschenden 71,41 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Vor einem Jahr hatte er noch 83,3 Prozent der Stimmen erhalten. Gegen ihn war beim Parteitag in Berlin der weitgehend unbekannte Thomas Austermann angetreten. Für ihn stimmten nur 17 Delegierte, für Özdemir 542 von 759 Delegierten. Özdemir hatte nach dem enttäuschenden Ergebnis der Partei bei der Bundestagswahl als einziges Mitglied der Parteiführung erneut für ein Spitzenamt kandidiert.

In ihrer Bewerbungsrede warf die 47-jährige Simone Peter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, den Klimaschutz zugunsten von Autoherstellern zu vernachlässigen und dafür Spenden von den BMW-Eignern zu kassieren. "Wir verbinden Ökologie, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit", erklärte Peter und rief dazu auf, das Profil der Grünen zu schärfen und das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. Die neue Chefin wird zum linken Flügel der Partei gezählt. Sie wolle die Partei "integrativ und streitbar" führen, sagte Peter.

Sie wurde 2009 Umweltministerin in der bundesweit ersten Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP im Saarland. Als wichtigstes politisches Ziel kündigte sie damals an, den Ökostrom-Anteil im Saarland bis 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen.

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Claudia Roth: Die Chefin geht
Peter folgt auf Claudia Roth, die nach der Niederlage bei der Bundestagswahl auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte. Zuvor war Roth mit gefühlvollen Reden, filmischen Erinnerungen und vielen Umarmungen verabschiedet worden.

cis/Reuters/dpa/AFP

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kraus.roland 19.10.2013
1. Na also,..
..das nenne ich Selbstbesinnung! Jetzt muss nur noch die SPD aufwachen und im Bundestag hat die Wahrheit nur noch in der Opposition eine Chance! Bravo Grüne!
Cortado#13, 19.10.2013
2. Man kann Simone Peter nur wünschen,
Zitat von sysopDPADie Grünen haben eine neue Vorsitzende. Der Parteitag in Berlin wählte die frühere saarländische Umweltministerin Simone Peter mit 75,9 Prozent der Stimmen. Sie tritt die Nachfolge von Claudia Roth an. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-waehlen-simone-peter-zur-neuen-chefin-a-928843.html
dass die GRÜNEN nun einen Neuanfang wagen können und eine interessante Partei werden. Und dass diese Partei nicht dauernd extreme Forderungen von sich gibt, die mit einer Demokratie nicht vereinbar sind.
Ursprung 19.10.2013
3. Korrumpierer
Zitat von sysopDPADie Grünen haben eine neue Vorsitzende. Der Parteitag in Berlin wählte die frühere saarländische Umweltministerin Simone Peter mit 75,9 Prozent der Stimmen. Sie tritt die Nachfolge von Claudia Roth an. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-waehlen-simone-peter-zur-neuen-chefin-a-928843.html
Das mit dem Abbruch der Koalitionsvorgespraeche mit der CDU scheint also auf die jetzt gekuerte neue Vorsitzende zurueckzugehen. War sofort meine Laien-Vermutung, dass diese anruechige Quandtspende mit Merkels Auto-CO2-Torpedierung umgehend das vorzeitige Aus der Gespraeche war- mit Recht: die CDU ist die Oberkorruptionspartei, schon seit dem Flickskandal dafuer bekannt. Keiner kann seine Glaubwuerdigkeit behalten, wenn er mit solcher Gruppierung koaliert. Tut die SPD das, geht sie den FDP-Absturzweg. Es gibt keine bessere Korrumpiererin als Merkels zum Werkzeug degradierte CDU.
spiritof81 19.10.2013
4.
Zitat von UrsprungDas mit dem Abbruch der Koalitionsvorgespraeche mit der CDU scheint also auf die jetzt gekuerte neue Vorsitzende zurueckzugehen. War sofort meine Laien-Vermutung, dass diese anruechige Quandtspende mit Merkels Auto-CO2-Torpedierung umgehend das vorzeitige Aus der Gespraeche war- mit Recht: die CDU ist die Oberkorruptionspartei, schon seit dem Flickskandal dafuer bekannt. Keiner kann seine Glaubwuerdigkeit behalten, wenn er mit solcher Gruppierung koaliert. Tut die SPD das, geht sie den FDP-Absturzweg. Es gibt keine bessere Korrumpiererin als Merkels zum Werkzeug degradierte CDU.
Und die Verbindung B'90/Grüne zum "Sonnenkönig" Asbeck, die Einführung des Abzock-EEG aus der Feder von Hans-Josef Fell gibt Ihnen nicht zu denken? Bei beiden Personen fand der Lobbyismus direkt in der Partei statt. Nur über diesen offensichtlichen Vorteilsnahme-Skandal schweigt sich die gründurchsetzte Medienlandschaft aus.
Eppelein von Gailingen 19.10.2013
5. Roth neben der Merkel die zweite "Mutter-Blamage"
Beim Geheimdienst würde man einen Trittin, auch Künast und Roth als "verbrannt" bezeichnen. Abgedroschen, langweilend, nicht glaubhaft. Im Vergleich zu den versumpften FDP-Komikern. Nicht mehr hören wollen, noch weiter sehen können. Sollen andere zeigen, was sie wirklich auf dem Kasten haben. Der Frühling zeigt sich nach dem Winter auch immer wieder in einem neuen saftigen Gewand. Deswegen wird es allerhöchste Zeit, auch das Verfallsdatum von Mörkel und ihrer persönlichen Qualitätsauswahl als Kabinett gehört endlich erkannt und entsorgt. An abgelaufenen Lebensmitteln wollen wir uns auch nicht vergiften. Grüne wählen Simone Peter zur neuen Chefin - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-waehlen-simone-peter-zur-neuen-chefin-a-928843.html)
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