Mehr Mitsprache in "Nach-Corona-Zeit" Habeck plädiert wegen Coronakrise für Senkung des Wahlalters

Robert Habeck will Jugendlichen ab 16 Jahren die Teilnahme an der nächsten Bundestagswahl ermöglichen. Damit soll ihre "politische Reife" in der Coronakrise gewürdigt werden, sagt der Grünenchef.
Robert Habeck: Alte Forderung, neue Begründung

Robert Habeck: Alte Forderung, neue Begründung

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Bernd von Jutrczenka/ dpa

Grünenchef Robert Habeck spricht sich angesichts der Erfahrungen in der Coronakrise für eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre aus. Es sei "absolut vorbildlich", wie sich die junge Generation in der Krise verhalte, sagte Habeck der "Neuen Osnabrücker Zeitung" .

Junge Menschen sorgten während der Pandemie für Ältere und brächten ihnen Solidarität entgegen. Diese "politische Reife" müsse anerkannt werden.

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Habeck forderte, das Wahlalter schon vor der nächsten Bundestagswahl im Herbst 2021 herabzusetzen. Wegen der Pandemie hätten Schüler wochenlang zu Hause bleiben müssen, es sei "über ihre Köpfe hinweg und teils gegen ihre Interessen gehandelt" worden.

Daraus erwachse die Pflicht, die jungen Menschen stärker demokratisch zu beteiligen. Dann könnten sie mitbestimmen, "wenn es um die Gestaltung der Nach-Corona-Zeit und damit um ihre Zukunft geht".

Eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre hatten die Grünen bereits im vergangenen Jahr gefordert, damals vor allem vor dem Hintergrund der Schülerstreiks für den Klimaschutz.

ara/AFP
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