Zitteranfälle der Kanzlerin Grünen-Chefin entschuldigt sich für Spruch über Merkels Gesundheit

"Diese Äußerung war ein Fehler." Grünen-Chefin Baerbock hat sich für eine flapsige Bemerkung über den Gesundheitszustand der Kanzlerin als Folge des Klimawandels entschuldigt.
Grünen-Chefin Annalena Baerbock (Archivfoto)

Grünen-Chefin Annalena Baerbock (Archivfoto)

Foto: Tobias Schwarz / AFP

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat sich für eine Bemerkung zum Gesundheitszustand von Bundeskanzlerin Angela Merkel entschuldigt. "Diese Äußerung war ein Fehler. Dafür habe ich die Bundeskanzlerin um Entschuldigung gebeten", twitterte Baerbock am frühen Samstagmorgen. Sie habe unbedacht einen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und Merkels Gesundheit hergestellt, den es nicht gebe.

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Bei einer Pressekonferenz zum neuen "Klimaschutz-Sofortprogramm" war Baerbock am Freitag auf die aktuelle Hitze zu sprechen gekommen und hatte gesagt, es werde "sozusagen auch bei der Bundeskanzlerin deutlich, dass dieser Klimasommer gesundheitliche Auswirkungen hat".

Diese Aussage sehen Sie in diesem Videomittschnitt ab Minute 49:12:

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Sie selbst sei gerade im Irak gewesen, hatte Baerbock auf der Pressekonferenz berichtet. Dort sei es 48 Grad heiß gewesen, aber es gebe immerhin Klimaanlagen. Sollte es in Deutschland so heiß werden, würde die Arbeitsweise der Bundesbürger "komplett anders sein". "Und da würde jeder, wenn er eine Stunde in dieser prallen Sonne steht, zittrig werden", sagte die Grünen-Politikerin. "Auch Hitze macht vor Bundeskanzlern nicht halt", fügte sie hinzu.

Seit Tagen sorgt sich die internationale Presse um den Gesundheitszustand der Kanzlerin. Innerhalb weniger Tage hatte Merkel zwei heftige Zitteranfälle bei öffentlichen Auftritt erlitten.

Der erste Anfall war am Dienstag vergangener Woche bei einem Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu beobachten gewesen. Als Merkel mit dem Präsidenten dann eine militärische Formation abschritt, hatte sich das Zittern sichtbar wieder gelegt. Sie sagte bei einer Pressekonferenz mit Selenskyj, sie habe inzwischen drei Gläser Wasser getrunken - das habe ihr offenbar gefehlt. Wie man sehe, gehe es ihr wieder sehr gut.

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Am Donnerstag zitterte die Kanzlerin dann erneut während der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht (SPD). Als sie sich anschließend bewegte, sei es ihr wieder besser gegangen, berichtete ein Fotograf der Nachrichtenagentur dpa, der die Szene festhielt. Merkel bekam ein Glas Wasser angeboten, das sie aber nicht annahm. Anschließend war sie auch zur Vereidigung Lambrechts anwesend.

Lesen Sie hier einen Text über zwei Denkschulen zu der Frage, wie viel Schwäche Mächtige zeigen dürfen
oka/Reuters
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