Partei in Erklärungsnot Metallverband spendet Grünen 100.000 Euro

Rekordgeschenk kurz vor Weihnachten für die Grünen: Nach Informationen des SPIEGEL erhielt die Partei eine großzügige Spende der Südwestmetall - 100.000 Euro. Zu dem Arbeitgeberverband gehören auch eine ganze Reihe von Rüstungsfirmen.
Südwestmetall-Vorsitzender Wolf: 100.000 Euro an die Friedens- und Umweltpartei

Südwestmetall-Vorsitzender Wolf: 100.000 Euro an die Friedens- und Umweltpartei

Foto: Daniel Naupold/ dpa

Eine Parteispende des Südwestmetall-Verbands bringt die Grünen in Erklärungsnot. Nach Informationen des SPIEGEL hat das Industriebündnis kurz vor Weihnachten 100.000 Euro an die Friedens- und Umweltpartei überwiesen - ein neuer Rekord für die Grünen. Und nach den 150.000 Euro, die an die CDU gingen, die zweithöchste Spende, die der baden-württembergische Arbeitgeberverband mit seinem Vorsitzenden Stefan Wolf einer Partei in 2014 vermachte. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Im Vorjahr hatten die Grünen, die mit ihrem Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg derzeit in der Regierungsverantwortung stehen, nur 60.000 Euro von Südwestmetall erhalten. Zu den Mitgliedern der in Stuttgart beheimateten Organisation zählen eine ganze Reihe von Rüstungsfirmen wie Heckler & Koch (Pistolen, Gewehre), Diehl Defence (Lenkflugkörper, Munition) oder MTU (Militärtriebwerke).

Benedikt Mayer, Bundesschatzmeister der Grünen, erklärt zu dem Vorgang, bei Südwestmetall seien nicht nur Rüstungsfirmen organisiert, sondern auch solche, "die etwa Umweltschutztechnologie herstellen".