Grünen-Parteitag Keine Frau an Fischers Seite

Auf einem Parteitag in Berlin haben sich die Grünen gegen eine Spitzenkandidatin neben Außenminister Fischer ausgesprochen. Die Partei will somit ohne Doppelspitze in den Wahlkampf ziehen.

Berlin - Eine klare Mehrheit stimmte gegen einen Antrag, wonach neben Spitzenkandidat Joschka Fischer auch eine Frau an der Spitze für die Grünen im Wahlkampf streiten soll. In der Begründung des Antrages hatte es geheißen, dies verlangten die "geschlechterpolitischen und basisdemokratischen Grundsätze" der Partei.

Doch in der Debatte sprachen sich die grünen Spitzen-Politikerinnen Claudia Roth, Renate Künast und Bärbel Höhn gegen den Vorschlag einer Spitzenkandidatin aus. Nach ihrer Ansicht sollte in diesem besonderen, harten Wahlkampf Fischer die Partei allein führen.

Rednerinnen der Gegenseite hatten der Parteispitze vorgeworfen, Fischer ohne Abstimmung mit der Basis am 23. Mai als Spitzenkandidaten nominiert und damit den grünen Grundsatz der Doppelspitze übergangen zu haben. Es gehe bei der Nachnominierung einer Frau nicht darum, Fischer zu schwächen, sondern die Partei im Wahlkampf insbesondere angesichts einer Kanzlerkandidatin bei der Union zu stärken.

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