Kandidatin für Grünen-Fraktionsvorsitz Andreae fordert Kurswechsel ihrer Partei

Kerstin Andreae hat ihre Partei nach der Wahlniederlage kritisiert: Die Grünen müssten bei Themen wie dem Klimaschutz gemeinsam mit Unternehmern arbeiten, statt gegen sie. Die Äußerungen von Andreae kommen nur Tage vor ihrer möglichen Wahl zur Fraktionschefin.

Grünen-Politikerin Andreae: Kritik an der eigenen Partei
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Grünen-Politikerin Andreae: Kritik an der eigenen Partei


Berlin - Die Grünen-Wirtschaftsexpertin und mögliche neue Fraktionschefin Kerstin Andreae hat ihre Partei zu einem Kurswechsel aufgefordert. Es sei wichtig, Themen wie die ökologische Modernisierung und den Klimaschutz gemeinsam mit der Unternehmerschaft anzugehen und nicht gegen sie, sagte Andreae am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Die Chancen für eine schwarz-grüne Koalition sieht die Grünen-Politikerin gleichwohl skeptisch, da sich beide Seiten im Wahlkampf stark gegeneinander positioniert hätten. Ende der kommenden Woche ist ein Sondierungsgespräch von Union und Grünen geplant.

Andreae will sich am kommenden Dienstag um den Fraktionsvorsitz der Grünen bewerben. Sie zählt zum Realo-Flügel ihrer Partei - so wie die bisherige Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt, die gleichfalls für den Fraktionsvorsitz kandidiert.

Göring-Eckardt warnte in der Zeitung "Die Welt" vor neuen Flügelauseinandersetzungen bei den Grünen und rief dazu auf, "Fragen von Umwelt, Wirtschaft und Gerechtigkeit zusammenzudenken". Schwarz-Grün wolle sie nicht von vornherein ausschließen. "Wir gehen ernsthaft in Gespräche", sagte Göring-Eckardt. "Ich bin aber sehr skeptisch, ob wir inhaltlich tatsächlich zusammenkommen."

aar/AFP

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cjbrummer 02.10.2013
1. Noch mehr Klüngel?
Na Prima - jetzt geben es die Grünen offen zu, dass sie richtig "Klüngeln". Ist ja klar, dass Leute wie Trittin, Özemir, Roth und Konsorten auch in die eigene Tasche wirtschaften. Aber es jetzt noch zu sagen, noch näher ran an die Unternehmen und für die Politik machen ist schon super! Auf die FDP zum Thema "Hotelsteuer" einschlagen und selbst reine Klientelpolitik betreiben. Grüne - Ihr habt fertig!
aprilapril 02.10.2013
2. Worin besteht...
Zitat von sysopDPAKerstin Andreae hat ihre Partei nach der Wahlniederlage kritisiert: Die Grünen müssten bei Themen wie dem Klimaschutz gemeinsam mit Unternehmern arbeiten, statt gegen sie. Die Äußerungen von Andreae kommen nur Tage vor ihrer möglichen Wahl als Fraktionschefin. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruenen-politikerin-andreae-fordert-kurswechsel-ihrer-partei-a-925702.html
der Kurswechsel, wenn die Wirtschaft wie bisher bestimmt, was in der Klimapolitik geschieht. Meint Frau Andreae einen Schmusekurs(wechsel)?
Calenberg 02.10.2013
3. Ob Realo oder nicht....
... die Grünen habe nicht zuletzt wegen ihres ungeklärten Verhältnisses zur Pädophilie viele Stimmen bei der Bundestagswahl verloren. Die CDU sollte sich sehr wohl überlegen, ob sie den letzten Rest ihres konservativen Menschenbildes auch noch über Bord werfen und tatsächlich mit den Grünen über eine mögliche Koalition reden will. Um die CDU wär's letztlich nicht schade, denn es stehen andere Parteien bereit, die konservative Ideen vertreten, z. B. die AfD. Doch als Regierungskoalition wäre es schon ein Stück aus dem Tollhaus, dort eine Partei sitzen zu haben, die mit sich selbst zu einem solch wichtigen Thema kein geklärtes Verhaältnis hat.
rebell_am_ball 02.10.2013
4. Andreae? Nein, danke!
Die Grünen sollten sich gut überlegen, ob sie eine Person zur Fraktionschefin machen, die in ganzseitigen Print-Anzeigen für die Arbeitgeberlobbyorganisation INSM wirbt. Die Politik dieser Frau ist doch allzu vorhersehbar.
wolbek 02.10.2013
5. Wie gesagt: Die neue FDP
Das erinnert an den linken Betriebssoziologen der sich für runde Tische in der Kantine stark macht, während die Firmenleitung Massenentlassungen und Waldrodungen in der dritten Welt durchzieht, über ihn und seine Ideen lacht und ihn sich als Beweis für das Scheitern des ehemaligen politischen Gegners hält. Die Frau dürfte die letzten meiner Freunde bei den Grünen vertreiben.
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