Guben Messerstiche aus Ausländerhass

Im brandenburgischen Guben ist es erneut zu einem ausländerfeindlichen Angriff gekommen. Wegen seines asiatischen Aussehens ist ein Deutscher Opfer rechtsradikaler Jugendlicher geworden.


Berlin - Der junge Mann wurde durch einen Messerstich in den Rücken verletzt, teilte die Cottbusser Staatanwaltschaft mit. Eine Sprecherin sagte am Dienstag, drei Jugendliche im Alter von 19, 18 und 16 Jahren seien vorläufig festgenommen worden. Sie seien der rechtsextremen Szene zuzuordnen. Der 19-Jährige sei im Prozess um den Tod des algerischen Asylbewerbers Omar Ben Noui wegen gefährlicher Körperverletzung und Nötigung verwarnt und zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Omar Ben Noui war im Februar 1999 in Guben auf der Flucht vor rechtsgerichteten Jugendlichen durch eine Glasscheibe gesprungen und verblutet.

Nach Angaben der Polizei waren die drei Festgenommenen in der Nacht zum Dienstag in Guben auf eine Gruppe von sieben Jugendlichen getroffen. Darunter habe sich ein Deutscher mit asiatischem Aussehen befunden. Die Festgenommenen hätten die andere Gruppe unter anderem mit ausländerfeindlichen Sprüchen beleidigt. Dann habe einer von ihnen den asiatisch aussehenden Jugendlichen angegriffen und ihm ein Messer drei Zentimeter tief in den Rücken gestochen. Ein weiterer Jugendlicher habe nach der Auseinandersetzung eine Platzwunde im Gesicht gehabt. Die Verletzten wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft ambulant behandelt.



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