Panne bei Hamburg-Wahl FDP verliert Stimmen durch Auszählungsfehler

Die FDP könnte den Wiedereinzug in die Hamburger Bürgerschaft verfehlen. Denn im Bezirk Langenhorn wurden versehentlich Stimmen der Grünen den Liberalen zugeschlagen.
Wahlhelfer zählen Stimmen für die Bürgerschaftswahl aus

Wahlhelfer zählen Stimmen für die Bürgerschaftswahl aus

Foto: Daniel Reinhardt/ dpa

Scheitert die FDP bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg doch noch an der Fünfprozenthürde? Durch eine Verwechslung wurden im Wahlbezirk Langenhorn aus Versehen die 22,4 Prozent der Grünen den Liberalen zugeteilt. Dies bestätigte der zuständige Bezirkswahlleiter Tom Oelrichs der Deutschen Presse-Agentur. Die FDP hatte am Sonntagabend mit nur wenigen Stimmen über der Fünfprozenthürde für die Bürgerschaft gelegen.

Wegen des komplizierten Wahlsystems wird am Montag erst gegen 18.30 Uhr mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis gerechnet. Am Morgen begann die in Hamburg vorgeschriebene zweite Runde der Auszählung. Hier geht es um die Auszählung der Kreislisten, nach der dann feststeht, welche Kandidaten in die Bürgerschaft einziehen. Auch werden die Landesstimmzettel erneut gezählt. Noch in der Wahlnacht hatte es so ausgesehen, als wäre die FDP knapp drin.

Landeswahlleiter Oliver Rudolf will sich erst nach Auszählung aller Stimmen zu einer möglichen Verwechslung bei der Stimmerfassung in Langenhorn äußern. "Ich werde zu dem Ergebnis von Langenhorn vor dem vorläufigen Ergebnis nichts bekannt geben", sagte Rudolf.

SPD und Grüne errangen bei der Landtagswahl einen klaren Wahlsieg. Bei der Abstimmung in dem Stadtstaat landete die SPD von Bürgermeister Peter Tschentscher weit vor dem grünen Regierungspartner. Trotz Verlusten setzte sie sich damit vom jahrelangen Negativtrend der Partei im Bund ab. Die CDU rutschte mit 11,2 Prozent auf ihr bundesweit schlechtestes Landtagswahlergebnis seit knapp 70 Jahren. Die Linke stagnierte bei 9,1 Prozent. Die AfD landete bei 5,3 Prozent und würde ganz knapp im Parlament bleiben.

als/dpa