Hamburg Linkspartei darf in Bürgerschaft nicht ganz links sitzen

Bizarrer Streit um die Sitzordnung in der Hamburger Bürgerschaft: Die Linkspartei darf in dem Landesparlament nicht ganz links sitzen und muss die Plätze den Grünen überlassen - die Parlamentsneulinge fühlen sich jetzt unfreundlich aufgenommen.


Hamburg - Schon vor der ersten Sitzung in der neuen Hamburger Bürgerschaft gibt es Parteienstreit: Die Linkspartei muss auf Anweisung von Bürgerschaftspräsident Bernd Röder die Sitze ganz links im Halbrund den Grünen überlassen, die dort seit Jahren heimisch sind. Die Linkspartei hatte den Platz am Rand für sich eingefordert.

"Wir empfinden das als unfreundliche Aufnahme", erklärte der stellvertretende Linke-Fraktionschef Norbert Hackbusch laut "Hamburger Morgenpost".

Noch ein Nachteil für die Linke: Die Sitzplätze ihrer acht Abgeordneten sind auch noch durch einen Gang getrennt: Fünf sitzen in einem Block mit den Grünen, drei kommen im SPD-Block unter.

Heute Nachmittag kommt die Hamburger Bürgerschaft zur ersten Sitzung nach der Landtagswahl vom 24. Februar zusammen.

Die Wahl eines neuen Senats steht jedoch noch lange nicht an: CDU und Grüne wollen erst in der kommenden Woche Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Bei der Wahl hatte die CDU ihre absolute Mehrheit verloren und plant nun, die erste schwarz-grüne Koalition auf Landesebene zu bilden.

hen/AP



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