Hamburger Chef der Polizeigewerkschaft Morddrohung von Neonazi


Hamburg - Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Hamburg, Konrad Freiberg, hat von unbekannten Neonazis telefonische Morddrohungen erhalten. Freiberg bestätigte einen entsprechenden Bericht des NDR. In der vergangenen Nacht hätte sich ein Anrufer mit "Leibstandarte Adolf Hitler" gemeldet und gedroht: "Dich kriegen wir auch noch". Der Anrufer habe sich danach mehrmals gemeldet und unter anderem angekündigt, "Juden und das linke Gesocks umzubringen". Auch Freiberg sei dann an der Reihe.

"Ich hatte keine Angst um mein Leben", sagte der Gewerkschafter. Allerdings habe er Angriffe gegen sein Haus wie Steinwürfe oder Hakenkreuz-Schmierereien befürchtet. Freiberg sieht die Drohungen im Zusammenhang mit dem Todestag des früheren Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß an diesem Donnerstag.



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