Wahl zur SPD-Chefin in NRW Mehr als 98 Prozent für Hannelore Kraft

Hannelore Kraft ist erneut an die Spitze der nordrhein-westfälischen SPD gewählt worden. Gegen die Ministerpräsidentin votierten auf dem Landesparteitag gerade einmal vier Delegierte.
NRW-Ministerpräsidentin Kraft

NRW-Ministerpräsidentin Kraft

Foto: Wolfram Kastl/ dpa

Die Düsseldorfer Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bleibt Chefin der SPD in Nordrhein-Westfalen. Auf einem SPD-Landesparteitag in Bochum bestätigten die Delegierten am Samstag die 55-Jährige mit 98,45 Prozent der Stimmen im Amt, wie die Landes-SPD mitteilte. Von 452 gültigen Stimmen entfielen 445 Ja-Stimmen auf Kraft, vier gegen sie und drei enthielten sich. Damit konnte sie ihr Ergebnis von 2014 noch übertreffen, als Kraft 95,2 Prozent der Delegiertenstimmen erhalten hatte.

Die nordrhein-westfälische Regierungschefin ist seit 2007 Vorsitzende des mit rund 110.000 Mitgliedern bundesweit stärksten SPD-Landesverbandes. Kraft, die auch Vizevorsitzende der Bundes-SPD ist, führt seit Mai 2010 die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf. Kraft wird die NRW-SPD für zwei weitere Jahre in ihrer sechsten Amtszeit führen, in die auch die Landtagswahl im Mai 2017 fällt.

Grüne ziehen mit geschwächter Löhrmann in den Wahlkampf

Auch die Grünen in NRW wählten ihre Spitzenkandidatin für den Landtagswahlkampf. Die Partei zieht erneut mit ihrer Schulministerin Sylvia Löhrmann in die Landtagswahl 2017 - aber auch mit einer Kampfansage an die SPD. In Oberhausen wählten die Delegierten die 59-Jährige zum dritten Mal zu ihrer Spitzenkandidatin, verpassten ihr aber gleichzeitig einen Dämpfer.

Während Löhrmann bei der vorgezogenen Landtagswahl 2012 noch satte 98 Prozent Zustimmung bekam, schnitt sie dieses Mal mit knapp 81 Prozent wesentlich schlechter ab - in beiden Fällen ohne Gegenkandidaten. Damit fuhr sie diesmal unter den ersten zehn Listenplätzen - mit Ausnahme der Bewerber mit Gegenkandidaten - das schlechteste Ergebnis ein.

nck/dpa/AFP
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