Haushaltslöcher Milliardeneinsparungen bei Beamten

Die Bundesregierung plant offenbar bei den Beamtenbezügen Kürzungen in Milliardenhöhe. Einem Zeitungsbericht zufolge wird über Kürzungen beim Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie den jährlichen Gehaltsanpassungen nachgedacht.


Auch Beamte - wie zum Beispiel Polizisten - müssen mit Gehaltseinbußen rechnen
AP

Auch Beamte - wie zum Beispiel Polizisten - müssen mit Gehaltseinbußen rechnen

Berlin - Laut "Berliner Zeitung" will die Regierung den Ländern vorschlagen, bei der Beamtenbesoldung im kommenden Jahr insgesamt zwei Milliarden Euro zu sparen. Möglich seien zum Beispiel Kürzungen des Urlaubs- oder Weihnachtsgeldes. Denkbar sei auch, die jährliche Anpassung der Bezüge entsprechend niedriger ausfallen zu lassen, schreibt die Zeitung.

Bereits in der kommenden Woche sollen Verhandlungen zwischen Bund und Ländern beginnen. Den Angaben zufolge hat die Bundesregierung im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr bereits Einsparungen von 200 Millionen Euro eingeplant, die aber noch nicht konkretisiert sind. Da der Bund etwa ein Zehntel der Beamten in Deutschland beschäftigt, ergäbe sich bei einer Einigung mit den Ländern das genannte Einsparvolumen von zwei Milliarden Euro.

Die Bundesregierung sei dem Vernehmen nach optimistisch, ihren Vorschlag umsetzen zu können, da auch die Länder unter akuter Finanznot litten.



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