Maas-Besuch in Bulgarien Erneute Panne bei Regierungsflieger

Heiko Maas ist wegen einer Flugzeugpanne mehr als eine Stunde verspätet in Bulgarien gelandet - für den Außenminister schon der dritte Vorfall dieser Art im Jahr 2019.

Heiko Maas verlässt die Maschine der Flugbereitschaft der Bundeswehr nach der Landung in Sofia, Bulgarien
Michael Fischer / DPA

Heiko Maas verlässt die Maschine der Flugbereitschaft der Bundeswehr nach der Landung in Sofia, Bulgarien


Die Pannenserie bei der Flugbereitschaft der Bundeswehr nimmt kein Ende: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) konnte erst mit etwa 70 Minuten Verspätung zu einem Besuch in Bulgarien aufbrechen. Angaben des Piloten zufolge lieferte eine Hilfsturbine zu wenig Druckluft zum Starten der Triebwerke. Es musste deswegen eine externe Luftzufuhr als Starthilfe angefordert werden.

Der Minister hatte aber noch Glück im Unglück: Termine platzten wegen der Panne nicht. Ein Treffen mit Ministerpräsident Boiko Borissow musste Maas aber um eine Stunde verschieben. Am Montag will Maas in Sofia den Grundstein für den Neubau der deutschen Botschaft legen.

Der SPD-Politiker flog mit einem Airbus A321 nach Bulgarien. Die Flugbereitschaft der Bundeswehr nutzt das für Kurz- und Mittelstrecken ausgelegte Flugzeug erst seit Dezember. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung das Flugzeug gebraucht angeschafft. Bis zur ersten Panne dauerte es nun kein halbes Jahr. Damit ist jetzt keines der vier unterschiedlichen für Regierungsflüge vorgesehenen Flugzeugtypen mehr pannenfrei.

Für Maas ist es bereits die dritte Panne an einem Regierungsflieger innerhalb von drei Monaten. Ende Februar blieb er zum Abschluss einer Afrika-Reise in der malischen Hauptstadt Bamako liegen. 20 Stunden musste er dort auf einen Ersatzflieger warten. Anfang April hatte er bei der Landung in New York eine Reifenpanne. Vor seiner ersten Pannen war er fast ein Jahr lang rund 300.000 Kilometer pannenfrei geflogen.

Die Bundesregierung hat inzwischen Konsequenzen aus den zahlreichen Pannen bei den Regierungsfliegern gezogen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag gegeben, die die Flotte von derzeit 14 teils recht alten Flugzeugen ergänzen sollen.

mal/dpa/AFP



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