Groß-Razzia in Hessen Polizei nimmt Terrorverdächtigen fest

In Hessen läuft seit dem frühen Morgen eine großangelegte Anti-Terror-Razzia. Dabei wurde ein Tunesier wegen Terrorverdachts festgenommen. Die Polizei soll 54 Gebäude durchsuchen - darunter auch Moscheen.

Polizisten in Frankfurt
REUTERS

Polizisten in Frankfurt


Die Polizei in Hessen hat in den frühen Morgenstunden mehrere Wohnungen, Moscheen und Geschäfte in Hessen durchsucht. Die Beamten nahmen dabei in Frankfurt einen 36-jährigen Tunesier fest. Er steht unter Verdacht, einen Terroranschlag geplant zu haben. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mit. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft soll der Mann seit August 2015 als Anwerber und Schleuser für die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) aktiv gewesen sein. Seine Anschlagsvorbereitungen sollen sich aber in einer frühen Phase befunden haben. Ein konkretes Anschlagsziel gab es demnach noch nicht. Zudem soll der 36-Jährige ein Netzwerk von Unterstützern aufgebaut haben. Nach Angaben der Behörde richten sich die Ermittlungen insgesamt gegen 16 Beschuldigte im Alter zwischen 16 und 46 Jahren.

Im Zuge der Razzia durchsuchten die 1100 Beamte insgesamt 54 Objekte unter anderem in Frankfurt, Offenbach, Darmstadt sowie mehreren Landkreisen. Mit der Aktion sei ein "weit verzweigtes salafistisches Netzwerk zerschlagen" worden, sagte der hessische Innenminister Peter Beuth. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das hessische Landeskriminalamt wollten in einer Pressekonferenz am Vormittag Details zu den Ermittlungen bekannt geben.

mho/dpa/AFP



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