Hessen Razzia gegen Rechtsextreme - Ermittler beschlagnahmen Waffen und NS-Devotionalien

Hessens Polizei hat bei Razzien Schuss- und Kriegswaffen sowie NS-Devotionalien sichergestellt. Man halte den Druck auf Rechtsextreme auch in Pandemiezeiten hoch, sagte Innenminister Beuth.
Hessens Innenminister Peter Beuth

Hessens Innenminister Peter Beuth

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Arne Dedert/ dpa

Mit einer groß angelegten Razzia ist die Polizei in Hessen gegen mutmaßliche Rechtsextremisten vorgegangen. In sechs durchsuchten Wohnungen beschlagnahmten die Ermittler am Dienstag Schuss- und Kriegswaffen sowie NS-Devotionalien, wie das hessische Innenministerium mitteilte. Eine weitere Wohnung sei bereits am vergangenen Donnerstag durchsucht worden.

Neben bereits wegen rechter politischer Kriminalität auffällig gewordenen Verdächtigen seien auch Menschen ins Visier genommen worden, die keinen Bezug zu dieser Form der Kriminalität hätten. Sie seien wegen Verstößen gegen das Waffenrecht in das Blickfeld der Ermittler geraten. Sichergestellt wurden neben Waffen und rechtsextremen Devotionalien auch "Munition, pyrotechnische Gegenstände, Betäubungs- und Arzneimittel, diverse Datenträger" sowie "andere beweiserhebliche Gegenstände", teilte die Behörde weiter mit.

"Auch in Pandemiezeiten halten wir den Druck auf Rechtsextremisten hoch", erklärte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU). Die Maßnahmen zeigten, dass die hessischen Sicherheitsbehörden wachsam und handlungsfähig seien.

Bei der Razzia unter Federführung des hessischen Landeskriminalamts waren rund 90 Polizisten im Einsatz, darunter Einsatzkräfte der Polizeipräsidien Frankfurt, Mittelhessen und Nordhessen. Nach Angaben des Innenministeriums nahm die zuständige "Besondere Aufbauorganisation" der Polizei mit ihren insgesamt 140 Ermittlern seit Juli mehr als 60 Razzien in der rechtsextremen Szene vor.

mes/AFP
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