Hessen-SPD Der Ampel gehen die Lichter aus

Die hessische SPD stellt sich auf Opposition ein: Auch nach dem amtlichen Endergebnis liegen die Genossen hinter den Grünen. Landeschef Schäfer-Gümbel sieht "keine Möglichkeit mehr" für eine Ampelkoalition.

Thorsten Schäfer-Gümbel
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Thorsten Schäfer-Gümbel


Das Ergebnis ist klar, die SPD ist bei der Landtagswahl in Hessen nur drittstärkste Kraft geworden - hinter CDU und Grünen. Damit haben sich die Hoffnungen der Sozialdemokraten auf eine Ampelkoalition zerschlagen. Er gehe davon aus, dass "sich CDU und Grüne nun bemühen, ihr Bündnis zu bestätigen", sagte SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel. "Mit dem amtlichen Endergebnis und den Festlegungen, die andere Parteien getroffen haben", gebe es somit "keine Möglichkeit mehr, eine Reformregierung für Hessen zu bilden".

Knapp drei Wochen nach der Landtagswahl hatte die Wahlleitung zuvor das amtliche Endergebnis vorgelegt. An der Sitzverteilung, nach der die amtierende schwarz-grüne Koalition eine knappe Mehrheit von einem Mandat hat, ändert sich demnach nichts. Auch bleiben die Grünen mit einem Vorsprung von 66 Stimmen auf dem zweiten Platz nach der CDU und vor der SPD.

Das endgültige Endergebnis der Landtagswahl war mit Spannung erwartet worden, weil es etliche Pannen bei der Übermittlung und Auszählung der Wählerstimmen gab und die Mehrheitsverhältnisse denkbar knapp waren. Spekuliert wurde, dass die SPD doch noch an den Grünen vorbeiziehen könnte. Dann wäre eine Ampelkoalition von SPD, Grünen und FDP möglich gewesen. Das hat sich nun erledigt, da die FDP es ablehnt, einen Grünen zum Ministerpräsidenten zu wählen. Eine ebenfalls theoretisch mögliche Große Koalition wollen CDU und SPD nicht eingehen.

In Wiesbaden wird erwartet, dass Ministerpräsident Volker Bouffier noch am Freitagabend nach einer Sitzung des CDU-Landesvorstands den Grünen ein Angebot zu Koalitionsverhandlungen machen wird. Aus der Grünen-Spitze sind deutliche Signale zu hören, dass dieses Angebot am Wochenende angenommen wird.

Landtagswahl Hessen 2018

Endgültiges Endergebnis

Zweitstimmenergebnis
Anteile in Prozent
CDU
27
-11,3
SPD
19,8
-10,9
Grüne
19,8
+8,7
Die Linke
6,3
+1,1
FDP
7,5
+2,5
AfD
13,1
+9
Sonstige
6,5
+0,9
Sitzverteilung
Insgesamt: 137
Mehrheit: 69 Sitze
9
29
29
11
40
19
Quelle: Landeswahlleiter

cte/mab/AFP

insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
sponnerd 16.11.2018
1. Typisch Sozis!
Wundert es wirklich noch jemand in der SPD warum der Partei die Wähler weglaufen? Angeblich geht es den Sozis doch nur um den Wähler und um die "kleinen Leute". Wie sich jetzt aber in Hessen wieder zeigt, geht es in Wahrheit um Posten für die eigenen Genossen, den rechnerisch hat sich ja nichts an einer möglichen Ampelkoalition geändert. Nur das TSG eben nicht Ministerpräsident würde und somit nicht den großen Zampano geben könnte! Da müssen die Wähler schon mal Verständnis haben, dass es mit der Verwirklichung des Sozialismus eben noch 5 Jahre länger dauert. Soviel Geduld muss schon sein, wenn die eh schon seit 150 Jahren warten! Gott schütze uns vor Eis und Schnee und Kanzlern von der SPD.
cikl 16.11.2018
2.
Zitat von sponnerdWundert es wirklich noch jemand in der SPD warum der Partei die Wähler weglaufen? Angeblich geht es den Sozis doch nur um den Wähler und um die "kleinen Leute". Wie sich jetzt aber in Hessen wieder zeigt, geht es in Wahrheit um Posten für die eigenen Genossen, den rechnerisch hat sich ja nichts an einer möglichen Ampelkoalition geändert. Nur das TSG eben nicht Ministerpräsident würde und somit nicht den großen Zampano geben könnte! Da müssen die Wähler schon mal Verständnis haben, dass es mit der Verwirklichung des Sozialismus eben noch 5 Jahre länger dauert. Soviel Geduld muss schon sein, wenn die eh schon seit 150 Jahren warten! Gott schütze uns vor Eis und Schnee und Kanzlern von der SPD.
Es sind nicht die Sozis die ein Problem damit hätten, wenn die Grünen den MP stellen, sondern die FDP, die eine Ampel in diesem Fall ausschließt... Manchmal habe ich das Gefühl, das immer auf die SPD gehauen wird, weil es so schön einfach ist. Zugegeben, deren Außendarstellung ist zur Zeit sehr suboptimal. Andererseits habe ich aber auch das Gefühl das unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden. Beispiel gefällig? Letztens wurde wieder häufiger berichtet, dass viele nicht mehr wüssten wofür die SPD eigentlich steht. Bei der CDU wüsste ich das erst recht nicht (abgesehen von Deutschland geht es gut und weiter so, also konzeptioneller Bankrott). Aber anscheinend wagt dort niemand diese Frage überhaupt erst zu stellen...
Marut 16.11.2018
3. Ein bißchen Überheblich....
....ist es ja schon, wenn eine Partei, die ca. 11% Verlust eingefahren hat, eine Regierungsalternative ablehnt, wenn sie nicht selber den Ministerpräsidenten stellen kann. Da geht es dann wohl doch eher um das Karrieredenken, als um sinnvolle politische Aspekte. Wenn der Unterschied von 66 Stimmen ein wichtigeres Argument ist, als eine andere Politikperspektiven, dann tschüß SPD.
priemer 16.11.2018
4. Die FDP hat richtig entschieden
In dem Fall ist die Entscheidung, dass es keine Ampelkoalitionen geben wird, eine der FDP und nicht der SPD. Aus meiner Sicht ist diese auch richtig! Die FDP hätte als Anhängsel die Bildungspolitik von Grünen und SPD mittragen müssen. Bessere Infrastruktur im Tausch gegen ein Schulsystem, dass im Namen der Gleichheit die Qualifikation der Abschlüsse abschafft. Ein Pakt, der dem Land und der FDP nur geschadet hätte.
archivdoktor 16.11.2018
5. Super!!!!!!!!!!!!!
Hatte schon befürchtet, dass die SPD den zukünftigen MP stellt..... TSG scheut wohl nixxxxxx, um endlich an die Macht zu kommen und macht sich lächrlich wenn er öffentlich nach der Macht greift: die SPD ist nur noch drittstärkste Partei und sollte sich in der Opposition regenerieren. Herr Schäfer-Gümbel hat bereits 3 X die Wahlen verloren und es noch immer nicht gecheckt, dass die Wählerinnen & Wähler ihn nicht als MP möchten! Gibt es denn niemanden in der SPD, der ihm das erklärt????
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