Hessisches Parlament Neuwahlen kosten mehr als acht Millionen Mark


Wiesbaden - Wegen der geringen Vorlaufzeit wäre sie nach Einschätzung von Landeswahlleiter Wolfgang Hannappel etwas teurer als die Landtagswahl vom 7. Februar 1999, die knapp acht Millionen Mark kostete.

Allein 7,2 Millionen Mark musste das Land nach der Wahl an die Kommunen zahlen, die bei Wahlen den größten Aufwand haben: Allein das Porto für die an jeden Wahlberechtigten zu versendende Wahlbenachrichtigung machte mit zwei Millionen Mark ein Viertel der Gesamtkosten aus. Die 30 Mark Erfrischungsgeld für jedes Mitglied der örtlichen Wahlvorstände summierten sich hessenweit auf 1,3 Millionen Mark. Weitere 1,1 Millionen kostete das Porto für die Briefwähler.

Der Landeswahlleiter selbst verbrauchte etwa 500.000 Mark, vor allem für den Druck der Stimmzettel. 300.000 Mark deckten die Kosten der Kreiswahlleiter und der Statistik.

Entscheidet sich der Landtag in Wiesbaden für die Selbstauflösung, schreibt die Verfassung Neuwahlen binnen 60 Tagen vor.



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