Nach Faustattacke Hockenheimer Oberbürgermeister kannte Angreifer nicht

Nach einer Faustattacke hat sich der Oberbürgermeister von Hockenheim das erste Mal zu dem Angriff geäußert. Demnach kannte er seinen Angreifer nicht.

Der Hockenheimer Oberbürgermeister Dieter Gummer (SPD)
Dany Schleicher/ Stadtverwaltung Hockenheim/ DPA

Der Hockenheimer Oberbürgermeister Dieter Gummer (SPD)


Der bei einer Faustattacke schwer verletzte Hockenheimer Oberbürgermeister Dieter Gummer hat seinen Angreifer nach Angaben der Polizei nicht gekannt. Der SPD-Kommunalpolitiker habe in einem ersten Gespräch über die Attacke keine Hinweise auf einen möglichen Täter oder ein Motiv geben können, sagte eine Polizeisprecherin.

Nach wie vor sucht die Polizei nach dem Mann, der den Oberbürgermeister im Hof seines Hauses in Böhl-Iggelheim (Rheinland-Pfalz) angegriffen und geschlagen haben soll. Die Polizei ermittelt "mit Hochdruck in alle Richtungen", sagte eine Sprecherin.

Gummer erlitt einen Kieferbruch, er liegt auf der Intensivstation. Der etwa 40 Jahre alte Tatverdächtige verließ nach der Attacke zu Fuß den Tatort.

Der 67-Jährige ist seit 2004 Oberbürgermeister von Hockenheim und scheidet demnächst altersbedingt aus dem Amt aus. Über seine Nachfolge entscheiden die Bürger von Hockenheim bei der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag.

Angriffe, Drohungen und Beleidigungen gegen Kommunalpolitiker hatten in den vergangenen Wochen erneut für eine Debatte in Deutschland gesorgt. Am 2. Juni war der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke vor seinem Haus erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Erst kürzlich ergab eine Umfrage, dass Amtsträger in jeder zwölften deutschen Stadt und Gemeinde körperlich angegriffen werden.

mfh/AFP/dpa



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