Forsa-Umfrage Hoeneß schadet Union

Die Steueraffäre von Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß belastet die Union. CSU und CDU verlieren nach einer aktuellen Forsa-Umfrage an Zustimmung: Sie rutschen erstmals in diesem Jahr unter die Grenze von 40 Prozent. Doch weder SPD noch Grüne profitieren davon.

Hoeneß (l.) und Seehofer (Archivbild): Nähe zur CSU färbt auf Partei ab
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Hoeneß (l.) und Seehofer (Archivbild): Nähe zur CSU färbt auf Partei ab


Hamburg - Der Fall Uli Hoeneß färbt auf die Union ab: CDU und CSU fallen in der Wählergunst laut einem neuen Wahltrend von RTL und "Stern" zurück. Zum ersten Mal liegt die Union unter der Marke von 40 Prozent. Sie kommt auf 39 Prozent - das ist ein Minus von drei Punkten im Vergleich zur Vorwoche.

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Heft 18/2013
Gier, Steuerbetrug und der FC Bayern

Die Liberalen verharren bei fünf Prozent. Damit liegt die Regierung aus CDU/CSU und FDP mit zusammen 44 Prozent hinter den Oppositionsparteien zurück. Diese erreichen 45 Prozent. 23 Prozent der Befragten sprechen sich wie in der Vorwoche für die SPD aus, 14 Prozent für die Grünen. Lediglich die Linkspartei kann einen Punkt gutmachen, sie kommt auf acht Prozent.

Kleine Parteien profitieren

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem "Stern", dass die Steueraffäre um Hoeneß "vor allem wegen dessen Nähe zur CSU" der Union geschadet habe. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) warnt im aktuellen SPIEGEL vor vorschnellen Urteilen im Fall Hoeneß. "Es darf nichts unter den Tisch gekehrt werden, aber wir dürfen auch niemanden vorschnell als Menschen fertigmachen."

Seehofer kritisierte in dem Gespräch auch Kanzlerin Angela Merkel. Diese hatte sich von Hoeneß enttäuscht gezeigt. "Es geht um ein rechtsstaatlich einwandfreies Verfahren, aber ein wenig Stil und Format gehören dazu", mahnte der CSU-Chef.

Von dem öffentlichen Unmut im Zuge der Hoeneß-Affäre profitieren nach Angaben von Forsa neben der Linken lediglich die Splitterparteien. Die Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) gewinnt einen Punkt und erreicht drei Prozent. Die "sonstigen Parteien" legen um einen Punkt auf fünf Prozent zu.

Steuersünder auch im Fall einer Selbstanzeige bestrafen

Grüne und SPD können dagegen nicht punkten. Die Sozialdemokraten, sagt Güllner, wollen zwar die Steuerfahndung stärken, "aber das halten die Wähler nicht unbedingt für wünschenswert". Auch das Thema Straffreiheit sehen die Befragten kritisch: 73 Prozent finden, dass Steuersünder im Fall einer Selbstanzeige künftig nicht mehr straffrei bleiben sollten.

Bei der CDU deutet sich ein Umdenken beim Thema Selbstanzeigen an: Eine Arbeitsgruppe soll auf Vorschlag von Parteichefin und Bundeskanzlerin Merkel prüfen, ob Steuersünder künftig auch dann bestraft werden, wenn sie sich selbst angezeigt haben. Generalsekretär Hermann Gröhe sagte, die Arbeitsgruppe solle klären, "inwieweit weitere Verschärfungen der Möglichkeit zur strafbefreienden Selbstanzeige geboten sind". Ziel sei es, Steuerhinterziehung wirksamer bekämpfen zu können.

Für den Wahltrend von RTL und "Stern" befragte Forsa 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 21. bis 26. April 2013. Die statistische Fehlertoleranz beträgt +/- 2,5 Prozentpunkte. Für die Umfrage zur Straffreiheit von Steuersündern wurden 1002 Bürger am 24. und 25. April 2013 befragt.

heb

insgesamt 220 Beiträge
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Seite 1
joG 01.05.2013
1. Mir gefällt das Bild mit....
....Steinbrück besser als das mit dem Bayern. Aber jede Zeitschrift vertritt ihre Meinung und so auch SPON. Nur, müssen es subliminale Instrumente sein? Das ist ein populistisches Werkzeug aus der Propagandakiste. Das ist doch Pfui.
ottomerlin1 01.05.2013
2. Seehofer-Plädoyer
Narürlich darf niemand vorschnell verurteilt werdem , bis alle Einzelheiten geklärt sind (Grundrecht ), aber ich möchte Seehofer gerne mal hören wenn dieser Fall bei einem SPD-nahen Prominenten aufgetreten wäre. Deshalb alle Kommentare von mehr oder weniger Betroffenen kann man in der Pfeife rauchen
lanoia 01.05.2013
3. Hoeneß schadet in erster Linie dem Gemeinwohl, welches sich auf Steuergeldern begründet.
Im Übrigen kann der " Familienvater" sich später mal mit seinem außerehelichen Kind über Format und Stil unterhalten. Gerade von Ihm braucht die Bundeskanzlerin keine Nachhilfe.
hesse 01.05.2013
4. Das eine hat mit dem anderen....
Zitat von sysopDPADie Steueraffäre von Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß belastet die Union. CSU und CDU verlieren nach einer aktuellen Forsa-Umfrage an Zustimmung: Sie rutschen erstmals in diesem Jahr unter die Grenze von 40 Prozent. Doch weder SPD noch Grüne profitieren davon. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hoeness-affaere-union-faellt-unter-40-prozent-a-897547.html
...nichts zu tun. Veranlaßt ihn, 100 Millio € ans FA zu zahlen und die Sache ist erledigt. Was soll noch das Procedere-Gedöns ?
Milmo 01.05.2013
5. Versteh ich nicht.
Zitat von sysopDPADie Steueraffäre von Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß belastet die Union. CSU und CDU verlieren nach einer aktuellen Forsa-Umfrage an Zustimmung: Sie rutschen erstmals in diesem Jahr unter die Grenze von 40 Prozent. Doch weder SPD noch Grüne profitieren davon. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hoeness-affaere-union-faellt-unter-40-prozent-a-897547.html
Was hat denn Hoeneß mit der Regierung zu tun? Außer dem Umstand, daß er strafbar geblieben ist, weil der Bundesrat das DBA blockiert? Geschnappt wurde er doch trotzdem. Ist dies das Verdienst der Opposition? Zwar gilt der alte Spruch (Steinbrück oder Eichel?) "Besser 25% von X als 50% von nix", aber solange Deutschland die Steuerhinterziehung mithilfe von immer wieder auftauchenden CDs mit Bankdaten bekämpfen kann, ist auch die Regierung nicht zwingend auf den erfolgreichen Abschluß mit der Schweiz angewiesen.
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