Bayern-Wahl Landtagspräsidentin "fassungslos" über Seehofer-Abreise

Horst Seehofer hat eine CSU-Vorstandssitzung vorzeitig verlassen. Kaum war der Chef aus dem Raum, begann laut einem Medienbericht das Lästern.
Horst Seehofer

Horst Seehofer

Foto: FELIPE TRUEBA/ EPA-EFE /REX/ Shutterstock

Schlechte Stimmung in München: Landtagspräsidentin Barbara Stamm soll sich sehr darüber geärgert haben, dass CSU-Chef Horst Seehofer die Sitzung des Parteivorstands in München frühzeitig verlassen musste, um einen Termin in Berlin wahrzunehmen. Sie habe noch nie erlebt, dass es einem imLandtagswahlkampf so schwer gemacht werde wie jetzt, sagte Stammlaut "Süddeutscher Zeitung",  die sich auf Angaben von Teilnehmern beruft.

Stamm sei "fassungslos", dass der Parteichef 14 Tage vor der entscheidenden Wahl nicht bis zum Ende anwesend sei. Das sei eine Frage des Stils. Sie verstehe nicht, weshalb "heute Abend in Berlin wieder Dinge im Koalitionsausschuss besprochen werden, wo der nächste Streit schon programmiert" sei, wird Stamm zitiert.

Laut "SZ" soll Seehofer beim Verlassen der Sitzung gesagt haben: "Wir haben nur so weit gesprochen, dass wir die nächsten 14 Tage powern - dass wir das mit Zuversicht und mit Mut tun. Alle berichten, dass die Stimmung sich seit diesem Wochenende noch mal verbessert hat."

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Verbesserte Stimmung schien vor allem zwischen dem Innenminister und Kanzlerin Angela Merkel zu herrschen: Seehofer will sie nach eigenen Angaben bei ihrer erneuten Kandidatur für den CDU-Vorsitz unterstützen. "Die Kanzlerin hat erklärt, dass sie kandidiert. Ich begrüße das und werde alles dafür tun, dass wir in ruhigere Gewässer kommen", sagte der CSU-Chef vor der Sitzung des Parteivorstands in München.

lie/dpa
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