Streit über AfD Seehofer plant eigenen CSU-Wahlkampf

Wie soll die Union mit der AfD umgehen? CSU-Chef Seehofer bereitet sich nach SPIEGEL-Informationen darauf vor, dass seine Partei nicht für Merkel in den Wahlkampf zieht, falls die Kanzlerin bei ihrem Kurs bleibt.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer
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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer


Horst Seehofer plant zur Bundestagswahl 2017 einen eigenen Wahlkampf der CSU, falls Kanzlerin Merkel an ihrer Strategie im Umgang mit der AfD bleibt. Auf einer Sitzung der CSU-Strategiekommission für die Bundestagswahl sagte Seehofer nach Informationen des SPIEGEL, falls die CDU in der Auseinandersetzung mit der AfD seinem Kurs nicht folge, müsse die CSU zur Not einen eigenen Wahlkampf bestreiten. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Heft 19/2016
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Seehofer, Parteichef und bayerischer Ministerpräsident, will dann selbst auf Platz eins der Landesliste im Freistaat kandidieren. Den Wählern müsse man dann klarmachen, dass sie nicht Angela Merkel, sondern die CSU wählten, so Seehofer. Die CSU werde in diesem Fall nicht als Unterstützerin der CDU in die Wahl ziehen, sondern als Garant dafür, dass Merkel ihren Kurs nicht einfach fortsetzen könne.

Merkel hatte auch nach dem schlechten Abschneiden der Union bei den Landtagswahlen im März später in einem Brief an Seehofer klargestellt, dass es in der Flüchtlingspolitik keinen Kurswechsel gebe.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt sagte in einem SPIEGEL-Interview, es sei offen, ob es ein gemeinsames Wahlprogramm von CSU und CDU geben werde. "Ich habe mir nicht vorstellen können, dass CDU und CSU mal bei einem zentralen Thema so weit voneinander entfernt denken und agieren können, wie sich das in der Flüchtlingsfrage gezeigt hat", sagte er.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL-Magazin - am Kiosk erhältlich ab Samstagmorgen und immer freitags bei SPIEGEL+ sowie in der digitalen Heft-Ausgabe.

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insgesamt 219 Beiträge
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jus94 07.05.2016
1.
Seehofers CCU ist inzwischen nicht mehr ernst zu nehmen. Die CSU ist und bleibt ein williger Gehilfe der Merkel-Regierung. Wer eine andere Flüchtlingspolitik möchte, muss andere Parteien wählen.
EM52 07.05.2016
2. Nicht nur das
Die CSU wird auch die erste Partei sein, die aus der Deckung hervorkommt und der AfD ihre Zusammenarbeit signalisieren wird, spätestens nach der Bundestagswahl nächsten Jahres. Auch hier geht es um Arbeitsplätze...
habenix 07.05.2016
3. Seehofer hatte seine Chance.
Seehofer hat seine Chance gehabt, er hätte im Herbst die CSU retten können indem er alle CSU Minister zurücktreten lässt, und Landesverbände in ganz Deutschland gründet, und gegen die illegale Einschleußung der Asylbewerber klagt. Das hätte zum einen das unselige Regime Merkel beendet, zum anderen die AfD kleingehalten. Er hat es nicht gemacht, dafür darf die CSU jetzt zusammen mit Merkel untergehen.
Baustellenliebhaber 07.05.2016
4. Wichtigtuer......
Oh Herr Seehofer, man kann und will Ihre Drohungen nicht mehr hören....vielleicht wählen ja die Leute auch AFD weil sie keinen Bock mehr auf Ihr gestreite mit Frau Merkel haben.....Nachdenken könnte in manchen Fällen nicht schaden.
INGXXL 07.05.2016
5. Das würde aber
nur Sinn machen wenn die CSU bundesweit antreten würde
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