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Arbeitsminister Heil über systemrelevante Jobs "Würde in Erziehungsberufen besser bezahlt, würden sich mehr Männer dort tummeln"

Hubertus Heil beklagt die unfaire Rollenverteilung im Homeoffice, auch bei sich zu Hause, und freut sich über die Renaissance sozialdemokratischer Ideen während der Coronakrise. Warum profitiert davon nicht die SPD?
aus DER SPIEGEL 23/2020
Foto: Daniel Hofer / Der Spiegel

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil befürchtet, dass die Coronakrise zu einem Rückfall in überholte Rollenmuster führen könnte. Der SPD-Politiker sagt, er habe den Eindruck, dass sich im Homeoffice "viele Aufgaben zulasten von Frauen" verschöben.

Viele Menschen, die jetzt als systemrelevant bezeichnet würden, arbeiteten in Berufen, die nicht gut bezahlt würden. So verfügten nur 25 Prozent der Betriebe im Einzelhandel über einen Tarifvertrag, mit dem die Bezahlung besser sei. Heil will daher die Tarifbindung stärken und damit auch für eine gerechtere Rollenverteilung sorgen.

Lesen Sie hier das ganze Interview:

SPIEGEL: Herr Minister, Ihre Kinder sind sechs und sieben Jahre alt. Wer hat sich bei Ihnen zu Hause in den vergangenen Wochen um den Nachwuchs gekümmert?

Heil: Wir kümmern uns beide darum, allerdings meine Frau mehr als ich, obwohl sie auch berufstätig ist. Wir erfahren gerade leidvoll, dass Homeoffice und Homeschooling sich schwer vereinbaren lassen. Es ist eine riesige Herausforderung für alle Familien. Eine Zeit lang habe ich ausschließlich von zu Hause gearbeitet ...

SPIEGEL: ... weil Sie wegen Corona-Verdachts in Quarantäne gezwungen waren.

Heil: Ja, am Anfang der Krise, aber Gott sei Dank war der Test negativ.

SPIEGEL: Sind Sie besorgt, dass es vor allem die Frauen sind, die in der Pandemie Haushalt und Familie am Laufen halten?

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