Innenminister der Union Haft für uneinsichtige Hundebesitzer

Nach langer Untätigkeit übertreffen sich Deutschlands Innenminister derzeit gegenseitig mit Beschlüssen und Forderungen zum Thema Kampfhunde. Nach Ansicht der Innenminister von CDU und CSU muss man uneinsichtigen Besitzern mit Gefängnis drohen.


Pitbull in einem Tierheim
AP

Pitbull in einem Tierheim

München/Düsseldorf - Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU) verlangte am Montag in München nach einem Treffen mit seinen CDU/CSU-Kollegen, die Bundesregierung solle im Zusammenhang mit Haltung, Zucht und Handel von Kampfhunden Strafrechtsnormen vorlegen.

Wer konsequent gegen entsprechende Verbote verstoße, müsse auch mit einer Freiheitsstrafe rechnen, sagte Bouffier. Derartige Fälle fielen derzeit noch unter das Ordnungswidrigkeitengesetz und würden nur mit einer ungenügenden Bußgeldstrafe geahndet.

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Kampf den Kampfhunden

Die deutschen Innenminister haben ein De-facto-Verbot von Kampfhunden beschlossen. Doch was soll mit den bis zu 40.000 Kampfhunden geschehen, die derzeit in Deutschland gehalten werden?

Alle Innenminister der Union wollten ihren Regierungen vorschlagen, durch Verordnungen und Gesetze ein Zucht- und Handelsverbot auszusprechen. Außerdem engagierten sie sich für eine "eng vergebene" Haltegenehmigung.

Als drittes Bundesland nach Bayern und Hamburg hat Nordrhein-Westfalen mit einer verschärften Hundeverordnung die Zucht so genannter Kampfhunde generell verboten. Für weitere als gefährlich geltende Rassen wurde Leinen- und Maulkorbzwang verfügt. Auch in anderen Bundesländern wird an einer Verschärfung der Hundeverordnungen gearbeitet.



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