Integration Union will Betreuungsgeld an Deutschkenntnisse knüpfen

Deutschpflicht gegen Betreuungsgeld? Ab 2013 sollen Eltern, die Kleinkinder zu Hause erziehen, einen Zuschuss beantragen können - die Union verlangt nun von ausländischen Eltern den Nachweis eines Sprachkurses.

Von Caroline Schmidt


Hamburg - Der familienpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Johannes Singhammer, fordert, dass nur diejenigen ausländischen Eltern Betreuungsgeld erhalten, die Integrations- und Sprachkurse besucht haben.

"Wenn Mütter ihre Kinder zu Hause erziehen", so der CSU-Politiker, "sollten sie mit ihnen Deutsch sprechen können." Deshalb sei es sinnvoll, eine "zusätzliche staatliche Leistung" wie das Betreuungsgeld an entsprechende Bedingungen zu knüpfen. Nach einer Analyse des Wissenschaftlichen Dienstes der Bundestages dürfte eine solche Regelung nicht nur "im Einklang mit der Verfassung" stehen, sondern wäre auch "sinnvoll und legitim", wenn sie "sachgerecht" ausgestaltet würde.

Ab 2013 sollen alle Eltern, die ihre Kinder von ein bis drei Jahren zu Hause erziehen, Betreuungsgeld von wahrscheinlich 150 Euro im Monat beantragen können. Das halten viele Pädagogen für problematisch, weil diese neue Einnahmequelle auch ausländische Mütter und Väter motivieren könnte, auf den die Integration fördernden Besuch von Kindergärten und -tagesstätten zu verzichten.



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