Irak-Angriff Fischer verbietet Kritik an USA

Joschka Fischer und die Gewalt - ein Thema voller Wandlungen. Bei seinem ersten Besuch bei der konservativen US-Regierung sagte der Grünen-Politiker zum Angriff auf den Irak: "Wir haben die USA nicht zu kritisieren."


Joschka Fischer
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Joschka Fischer

Washington - Damit schließt sich die Bundesregierung der internationalen Kritik am jüngsten US-Luftangriff im Irak nicht an. Nach seinem ersten Zusammentreffen mit seinem neuen amerikanischen Amtskollegen Colin Powell in Washington verbot sich der Bundesaußenminister eine Kritik am großen Bündnispartner. Fischer: "Wir haben die USA nicht zu kritisieren."

Fischer zufolge wurde bei der Begegnung ausführlich über die Situation am Golf gesprochen. Die Bundesregierung teile die Besorgnis der USA, dass die Region ein "großes Sicherheitsrisiko" darstelle. Zugleich begrüße sie es, dass die USA nach einer politischen Lösung suchten.

Neben dem Fall Irak sprachen Fischer und Powell auch eingehend über die US-Pläne für eine nationale Raketenabwehr. Dabei sagte Powell erneut Konsultationen mit den Verbündeten, aber auch mit Russland und China zu. Fischer kam am Dienstag auch mit US- Vizepräsident Richard Cheney und mit der nationalen Sicherheitsberaterin des Weißen Hauses, Condoleezza Rice, zusammen.



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