Iran-Connection Thüringer Firmenchef wegen Spionageverdacht verhaftet

Er soll Technologie für das Raketenprogramm im Iran geliefert haben: Ein 46 Jahre alter Mann aus Thüringen ist wegen des Verdachts der "geheimdienstlichen Agententätigkeit" festgenommen worden.


Karlsruhe - Der Beschuldigte sollte noch am Sonntag dem zuständigen Ermittlungsrichter im Amtsgericht Coburg zur Eröffnung des Haftbefehls vorgeführt werden, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte.

Die Festnahme des Beschuldigten steht den Angaben zufolge im Zusammenhang mit den Ermittlungen des Generalbundesanwalts gegen Verantwortliche eines Unternehmens in Thüringen und weitere Beteiligte wegen Lieferungen von Vibrations-Testanlagen über geheimdienstliche Beschaffungsorganisationen an einen fremden Staat.

Mehrere Medien hatten berichtet, dass es dabei um Technologie für ein Raketenprogramm im Iran gehe. Es handele sich bei der Firma um das Unternehmen Tira aus Schalkau in Thüringen, das seit 2001 etwa 15 der Testanlagen nach Teheran geliefert haben soll.

Der am 28.April in dieser Sache festgenommene Exportverantwortliche der Handelsfirma Peter K. wurde laut Bundesanwaltschaft am 18.Mai gegen Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Mit den Ermittlungen sei das Bundeskriminalamt beauftragt.



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