Islam Kölner Moschee soll um ein Viertel kleiner werden

Die geplante Moschee im Kölner Stadtteil Ehrenfeld wird deutlich kleiner ausfallen als geplant. Nun soll sie Platz für rund 1200 Menschen bieten.


Köln - Das Gesamtprojekt wird um rund ein Viertel abgespeckt, wie die Türkisch-Islamische Union (Ditib) in Köln im Anschluss an eine Beiratssitzung zum Moscheebau mitteilte. Damit wurde die bereits angekündigte Überarbeitung des hoch umstrittenen Entwurfs erstmals konkretisiert. Absolute Zahlen zur Flächengröße des Bauvorhabens wurden aber nicht genannt.

Die Ditib geht weiter von einer planmäßigen Fertigstellung der Moschee bis Ende 2009 aus, sagte Geschäftsführer Mehmet Yildirim. Für den Bau würden zwischen 15 und 20 Millionen veranschlagt, die über Spenden aus den angeschlossenen 886 Vereinen kommen sollen. Den überarbeiteten Plänen zufolge soll der Gebetsraum Platz für rund 1200 Menschen bieten. Ein Bauantrag wurde aber noch nicht gestellt.

Um das Bauvorhaben hatte sich im vergangenen Jahr eine hitzige Debatte entwickelt, nachdem der in Köln lebende Schriftsteller Ralph Giordano sich dagegen ausgesprochen hatte. Giordano hatte betont, der Moscheebau sei ein falsches Signal, weil nach seiner Ansicht die Integration der muslimischen Minderheit in Deutschland gescheitert sei.

asc/ddp



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