Bundesanwaltschaft Drei Iraker wegen IS-Mitgliedschaft angeklagt

Sie sollen der Terrormiliz "Islamischer Staat" bis 2015 angehört haben und kurz danach nach Deutschland gereist sein. Jetzt hat die Bundesanwaltschaft gegen drei Iraker Anklage erhoben.

IS-Flagge (Archiv)
REUTERS

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Drei mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz "Islamischer Staat" aus dem Irak kommen wegen Verbrechen in ihrer Heimat voraussichtlich in Deutschland vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen die Männer im Alter von 27 und 29 Jahren erhoben. Sie sollen sich 2014 dem IS angeschlossen und innerhalb der Miliz verschiedene Aufgaben wahrgenommen haben, wie die Behörde mitteilte.

Einer der Männer soll schon als Jugendlicher 13 blutige Sprengstoffanschläge verübt haben. Dabei habe es immer Tote und Verletzte gegeben - darunter Angehörige der US-Streitkräfte, irakische Soldaten und Polizisten sowie Zivilisten. Bei den Anschlägen zwischen 2006 und 2008 soll der Angeklagte Mitglied der IS-Vorgängerorganisation "Islamischer Staat im Irak" gewesen sein.

Dem zweiten Mann wird vorgeworfen, Hinrichtungen von Männern, Frauen und Kindern auf einem Dorfplatz abgesichert zu haben. Der Dritte soll unter anderem Hinrichtungen und Bestrafungsaktionen gefilmt haben.

Mitte 2015 sollen die drei Angeklagten den IS verlassen haben und kurz darauf nach Deutschland gereist sein. Sie wurden im vergangenen Juni festgenommen. Die Männer waren im Juni 2018 gefasst worden und sitzen seither in Untersuchungshaft.

Die Bundesanwaltschaft hatte noch einen vierten Mann festnehmen lassen. Die Ermittlungen gegen ihn sind inzwischen eingestellt, wie weiter mitgeteilt wurde.

Die Anklage wurde bereits am 8. März vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf erhoben. Die Männer waren nach früheren Angaben in Nordrhein-Westfalen und Bayern gefasst worden. Über die Zulassung der Anklage entscheidet nun das Düsseldorfer Oberlandesgericht.

asc/dpa/AFP

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