Syrien-Heimkehrer Bundesanwaltschaft klagt mutmaßliches IS-Mitglied an

Er soll einer Spezialeinheit der Terrormiliz IS angehört haben - deshalb hat die Bundesanwaltschaft nun einen 25-jährigen Deutschen angeklagt. Der Mann war vergangenes Jahr aus Syrien zurückgekehrt.


Etwas mehr als ein Jahr lang soll der Deutsche Nils D. der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) angehört haben - nun ist der Syrien-Heimkehrer von der Bundesanwaltschaft angeklagt worden. Die Behörde wirft dem 25-Jährigen Mitgliedschaft in der Terrorgruppe und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in Syrien vor.

Nils D. soll in Syrien in einer Spezialeinheit zur Festnahme von Deserteuren aus den Reihen des IS gearbeitet haben. Zudem soll er in Syrien in die Verwaltung von IS-Gefängnissen eingebunden gewesen sein, teilte die Behörde weiter mit. Beim Verhör eines Gefangenen habe er als Dolmetscher fungiert. Das Oberlandesgericht Düsseldorf wird seinen Fall verhandeln.

Der mutmaßliche IS-Anhänger soll im Oktober 2013 zu der Miliz in Syrien gestoßen sein. Im November 2014 kehrte er heim, drei Monate später wurde er von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei im nordrhein-westfälischen Dinslaken festgenommen.

vks/dpa



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