Frankfurt 17-jährige Imamstochter unter Terrorverdacht

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Tochter eines Imams aus Frankfurt. Die Behörden werfen der 17-Jährigen Verbindungen zum "Islamischen Staat" vor.


Sie soll Kontakte zu Mitgliedern der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gehabt und ihre Ausreise nach Syrien vorbereitet haben: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen die 17 Jahre alte Tochter eines Imams. Das teilte eine Sprecherin der Behörde mit. Der Vorwurf: Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

Zuvor hatte der Hessische Rundfunk über den Fall berichtet. Der Imam predigt den Angaben zufolge in der Abu Hanifa Moschee im Stadtteil Bergen-Enkheim, die der Verfassungsschutz in Wiesbaden als "islamistisch beeinflusst" einstuft.

"In der Vergangenheit fanden in der Moschee überregional besuchte salafistische Veranstaltungen statt", sagte ein Sprecher des Geheimdienstes. Es könne nicht ausgeschlossen werden, "dass salafistische Akteure, die Moschee als Anlaufstelle genutzt haben", mit dschihadistischen Motiven nach Syrien oder in den Irak ausgereist seien.

In einem anderen Fall hatte die Bundesanwaltschaft bereits Anklage gegen einen 19-jährigen Syrer erhoben. Der junge Mann soll für den IS Anschlagsziele in Berlin ausgespäht haben.

kev/dpa



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